Die komplizierte, verstörende, begeisternde Realität.

Wie entzündet sich fast jeder Streit? In meiner Erfahrung ist es eine unterschiedliche Wahrnehmung der Realität.

Der eine sagt etwas aufgrund seiner Wahrnehmung; der andere versteht es auf Grundlage seiner eigenen Wahrnehmung anders und boooom: schon fühlt sich der erste falsch verstanden – was tatsächlich ja auch der Fall ist ? – und der zweite fängt an, seine Position zu verteidigen ? und dann … ???.

[Tweet “Das, was wir als Realität bezeichnen, ist bei etwas genauerem Betrachten gar nicht die Realität sondern unsere Interpretation dessen, was wir von der Realität wahrnehmen.”]

Ich würde nicht so weit gehen und daraus schließen, dass es keine Realität gibt. Diese Erkenntnis sollte uns aber demütig machen, weil auf dem Weg von der tatsächlichen Realität über unsere Wahrnehmung und durch unser Denken ziemlich viele Störfaktoren mitspielen.

Wie viele Konflikte wären schon lange beendet oder wären nie aufgekommen, wenn die Beteiligten ihre eigene Wahrnehmung der Wirklichkeit weniger absolut sehen würden?

Was hilft bei der Betrachtung der Realität?

Die Sache mit der Realität ist also irgendwie kompliziert. Ich möchte es deshalb so einfach wie möglich machen und drei konkrete Tipps geben, mit denen wir der Realität näher kommen können:

Zuhören!

… dazu gehört, den Mund zu halten.

Hinsehen!

… dabei hilft es, seine eigene Brille (Persönlichkeit, Geschichte, …) zu kennen.

Nachdenken!

… dafür brauchen wir Zeit!

Wie reagieren wir auf die Realität?

Wir haben uns also Zeit genommen, zuzuhören, hinzusehen und nachzudenken und uns damit ein Bild von der Realität gemacht.

Nicht vergessen: es ist Immer noch unser subjektiver Blick auf die Realität!

Jetzt sind wir herausgefordert, damit etwas zu machen.

Mir helfen dabei einige Grundentscheidungen, die ich getroffen habe. Unabhängig davon, ob mir die Realität gefällt oder nicht, möchte ich:

  • Mich nicht von der Liebe abbringen lassen;
  • gestalten statt jammern;
  • klar kommunizieren.

Wenn uns gefällt, was wir sehen, ist es meistens einfach. Aber wenn es uns eben nicht gefällt, dann können diese 3 Punkte ganz schön schwierig sein.

Das mit der Liebe ist für mich der herausforderndste Punkt. Deshalb muss ich mich dafür schon morgens vorbereiten. Ich brauche einen guten Tagesstart bei dem ich nicht direkt in die ToDo’s springe oder mich von Social Media und den Problemen dieser Welt einnehmen lasse. Statt dessen nehme ich mir Zeit für Sport, Stille, Gebet und wenn möglich ein gutes Frühstück. Das hilft mir dabei, mich daran zu erinnern, dass ich selbst geliebt bin und dass ich aus diesem Bewusstsein heraus auch andere lieben kann.

Über das Gestalten kommuniziere ich ziemlich viel. Das tue ich nicht nur, um andere zu inspirieren, sondern auch, um mich selbst daran zu erinnern. Ich habe mir auch ein T-Shirt bedrucken lassen, auf dem #gestalten statt jammern geschrieben steht. Selbst wenn ich dieses T-Shirt unter meinem Hemd trage, bewahrt es mich tendenziell vor dem Jammern und lässt mich den aktiven Weg wählen.

Wenn mich etwas nervt, tendiere ich zum Rückzug. Rückzug hilft aber niemandem und vor allem versteht dann keiner, was eigentlich los ist. Es ist für alle Beteiligten (mich inklusive) viel zielführender, wenn ich meine Wahrnehmung der Realität kommuniziere und zum Ausdruck bringe, was mir nicht gefällt und wie ich es statt dessen gerne hätte.

Wie prägen wir die Realität? Eine Jobbeschreibung für Unternehmer.

Wenn Realität subjektiv ist, dann können wir uns das auch zunutze machen. Genau das tun Unternehmer! Sie schauen sich die Welt an und kommen in einem Bereich zu dem Schluss, dass die Realität, die sie sehen, nicht der Realität entspricht, wie sie ihrer Meinung nach sein sollte. Dann krempeln sie die Ärmel hoch und machen sich an die Arbeit, um diesen für sie unbefriedigenden Zustand zu ändern.

Jobbeschreibungen für Unternehmer gibt es bereits ziemlich gute, deshalb möchte ich hier keine neue erfinden. Statt dessen habe ich das Buch CRUSHING IT! von Gary Vaynerchuk aus dem Regal gezogen. Zum zweiten Mal (insgesamt hat er mehr Bücher geschrieben) geht er intensiv darauf ein, was Unternehmer tun sollten, um erfolgreich zu sein und nennt 7+1 „Essentials“ also Kernelemente:

  1. intent (Absicht)
  2. authenticity (Authentizität)
  3. passion (Leidenschaft)
  4. patience (Geduld)
  5. speed (Geschwindigkeit)
  6. work (Arbeit)
  7. attention (Aufmerksamkeit)
  8. content (Inhalte)

1. intent (Absicht)

So wichtig es ist, wie wir die Dinge machen – ohne ein starkes WARUM wird es bald schwierig werden. Interessanter Weise ist das WARUM nicht nur für die Motivation des Unternehmers selbst wichtig, sondern auch für die Kunden. Mit dem WARUM sind wir auch mitten im Kern dieses Artikels, denn es besteht meistens genau aus der wahrgenommen Diskrepanz dessen, wie wir die Realität wahrnehmen und wie wir sie auf der anderen Seite gerne hätten. Unsere Absicht sagt aber auch etwas über uns selbst aus; darüber wie wir uns positionieren, um ein von uns wahrgenommenes Problem zu lösen.

Wenn wir mit einer ehrlichen Absicht – einem klaren WARUM – auf dem Markt auftauchen und damit zeigen, dass wir uns wirklich um eine Sache kümmern (engl. CARE), haben wir eine starke Ausgangsposition.

2. authenticity (Authentizität)

Wir brauchen Mut, um uns wirklich zu zeigen. Auf Grundlage unserer Absicht haben wir jedoch etwas Inspirierendes zu zeigen und das sollten wir auch tun. Wichtig ist, dass wir das ehrlich und mit Fingerspitzengefühl tun. Wie lernt man das ?

… die Antwort könnte bei Gary Vaynerchuk auf so ziemlich jedes Thema angewendet werden: Indem man es tut!

3. passion (Leidenschaft)

In einem Interview wurde Gary gefragt, wie er es schafft, jeden Tag leidenschaftlich zu sein.

Seine Antwort war: „Wie kann ich nicht leidenschaftlich sein?“ „Ich habe das unglaubliche Glück, am Leben zu sein! Ich lebe in einer Welt, die so viele Möglichkeiten bietet wie noch nie! Ich kann jeden Tag tun, was absolut meiner Persönlichkeit entspricht! Wie kann ich nicht leidenschaftlich sein? Wie kannst du nicht leidenschaftlich sein?“

4. patience (Geduld)

Diese Eigenschaft würde man oberflächlich betrachtet einem Unternehmer am wenigsten zuschreiben. Gleichzeitig ist sie absolut zentral. Dinge brauchen Zeit. Toni Robbins sagt: „Wie überschätzen regelmäßig was wir an einem Tag tun können, aber wir unterschätzen was wir in einem Jahr oder in 10 Jahren tun können!“.

5. speed (Geschwindigkeit)

Wie passt Geschwindigkeit mit Geduld zusammen?

Gary V.’s Antwort: Geduld brauchen wir, wenn es um langfristige Dinge geht. Geschwindigkeit brauchen wir, wenn es um kurzfristige Dinge geht.

Bei vielen Entscheidungen ist vor allem wichtig, dass wir sie überhaupt treffen. Eine falsche Entscheidungen lässt sich oft schnell wieder ausbügeln – eine nicht getroffene Entscheidung lähmt alle Beteiligten.

6. work (Arbeit)

Menschen, die etwas Erstrebenswertes erreicht haben, haben immer hart dafür gearbeitet. Daran gibt es keinen Weg vorbei.

7. attention (Aufmerksamkeit)

Wo ist die Aufmerksamkeit der Menschen? … und wie können wir diese Aufmerksamkeit für unser Angebot oder Anliegen gewinnen? Das ist die Frage, die Unternehmer sich ständig stellen müssen!

8. content (Inhalte)

Der Bedeutung von Inhalten hat Gary Vaynerchuk in diesem neuen Buch ein komplettes Kapitel gewidmet. Die Inhalte, die wir publizieren, machen all die oben genannten Punkte für Menschen greifbar, die sich über unsere Arbeit informieren wollen. Dabei geht es nicht nur um treffende Angebotskommunikation sondern auch darum, Menschen am ganz normalen Alltag und eben auch an unseren Gedanken und Absichten teilhaben zu lassen.

Natürlich gibt es noch viel darüber zu sagen, was ein Unternehmer so alles tun sollte, wenn er die Realität verändern und eine bessere Welt möglich machen möchte. Mit diesen 8 Punkten haben wir aber bereits einen guten Start.

Einen entscheidenden Punkt möchte ich aber noch hinzufügen:

Kaum ein Unternehmer kann alles selbst, was es für die erfolgreiche Führung eines Unternehmens braucht. Das hat Ernesto Sirolli in seinem Buch How to Start a Business & Ignite Your Life extrem gut herausgearbeitet. Er spricht von der Dreieinigkeit des Managements und meint damit, dass es in jedem Unternehmen die folgenden 3 Elemente in der obersten Führungsebene braucht:

  1. Produkt
  2. Marketing & Sales
  3. Finanzen

Normalerweise ist ein Unternehmer in ein oder zwei Bereichen selbst stark. In den anderen Bereichen braucht er unbedingt Ergänzung. Das kann am Anfang auch durch externe Unterstützung passieren (z.B. kann der Bereich Finanzen durch einen guten Steuerberater abgedeckt werden). Die meisten Unternehmen entstehen aus einer großen Leidenschaft für das Produkt bzw. die Dienstleistung heraus – sie scheitert also öfters an Marketing & Sales oder den Finanzen. Wenn wir nur schon mal im Blick haben, dass diese Bereiche wichtig sind und dass es eben immer alle DREI Facetten der Führung braucht, dann finden wir auch Wege, um das auf passende Weise in unser Unternehmen zu holen.

Unsere Welt bietet tatsächlich unfassbare Möglichkeiten und wenn uns etwas nicht gefällt, gibt es tatsächlich meistens einen Weg, zur positiven Veränderung beizutragen. Ich habe mich vor 10 Jahren auf diesen Weg gemacht und ich freue mich, wenn ich durch diesen Artikel oder durch Videos, Vorträge, Sparring-Angebote usw. dem einen oder anderen Mut machen kann, sich auch auf diesen Weg zu machen.

Für mehr Freiheit und Gerechtigkeit

Armin Ruser

Nachdenken: Über Schönheit!

Wann nehmen wir uns schon mal Zeit, über Schönheit nachzudenken?

JETZT! 🙂

Meine persönliche Geschichte mit Schönheit.

Wenn ich als Kind von einem Ausflug nach Hause kam, fragte mich meine Mutter manchmal: „War’s schön?“

Dann erzählte ich ihr ganz selbstverständlich, was an dem Ausflug „schön“ war. Das ein oder andere Mal versuchte ich mich allerdings mit einer kleinen Lüge aus der Situation zu verabschieden und antwortete einfach mit „Ja“. Was eigentlich „Nein, bitte frag nicht weiter!“ bedeutete. Nämlich immer dann, wenn es „nicht so schön“ war.

Damals war der Schönheits-Begriff noch einfach. Inzwischen denke ich, dass er auch äußerst zutreffend war. Später kam ich in den schulischen Kunstunterricht und ich fühlte mich, wenn’s um Schönheit ging, einfach furchtbar inkompetent. Andere Schüler wurden für ihren guten Geschmack für das Schöne und ihre schönen Zeichnungen, Gemälde, etc. gelobt. Mein Ziel in Sachen Schönheit wurde zunehmend, mich mit einer 4 im Zeugnis heraus zu retten. Klar, gab es auch schöne Mädchen, aber da ich mich nicht zu der In-Gruppe zählte, war auch diese Art von Schönheit emotional für mich nicht nur positiv besetzt.

Mit 16 Jahren kaufte ich mir ein schönes Moped und ein paar Jahre später ein schönes Motorrad. Im Mai 1999 übersah mich eine Autofahrerin, als ich mit diesem Motorrad unterwegs war – schöne Bescherung.

Wie ist das Wort SCHÖNHEIT für dich besetzt?

Löst es ungetrübt positive Gedanken bei dir aus oder geht es dir ein wenig wie mir und du kämpfst ein wenig mit den schmerzhaften Erfahrungen, die du in deinem Kopf damit verbindest?

 

Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

Vielleicht denkst du auch: Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

Im Juni besuchte ich eine Konferenz, auf der es 4 Tage lang nur um Schönheit ging. Mein Kunstlehrer hätte wahrscheinlich nie für möglich gehalten, dass ich mich einmal zu so einer Konferenz anmelden würde. Tatsächlich ist mir die Entscheidung für eine Konferenz noch nie so leicht gefallen wie die Anmeldung zur SCHØN.

In seinem Leidenschaftlichen Vortrag über Schönheit stellte sich Stefan Sagmeister vehement gegen diese Aussage, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegen würde. Er vertrat hingegen äußerst überzeugend die These, dass es Prinzipien der Schönheit gibt, die überall auf der Welt gelten. Manche Formen und Farben empfinden die meisten Menschen einfach als schöner als andere.

Welche Form gefällt dir am besten?

Das sind nicht ganz die identischen Formen, die Sagmeister in seinem Vortrag benutzte. Ich kann mich auch nicht mehr genau an die Farben erinnern, die er zur Wahl stellte. Aber wir nehmen einfach mal eine Auswahl, die den Kerngedanken widerspiegelt:     

Welche dieser Farben gefällt dir am besten?

Die meisten Menschen können ohne viel Mühe die Farben und die Formen in eine klare Reihenfolge bringen. Wir kommen später nochmals darauf zurück. Die Statistiken sind auf jeden Fall überzeugend darin, dass es Präferenzen gibt, die sich auf der ganzen Welt wiederfinden.

Ungeachtet dessen, was dieses Präferenzen sind, legte Stefan Sagmeister den Finger in eine Wunde, an deren Heilung wir dringend arbeiten sollten:

[Tweet “„Das Gegenteil von Schönheit ist Wurstigkeit. Etwas ist hässlich, weil es jemandem Wurst war, wie es gestaltet wird.“ – Stefan Sagmeister]

An dieser Stelle machte es KLICK in meinem Denken …

 

Meine neue und eigenwillige Perspektive auf Schönheit.

Dass ich mich voller Freude bei einer Konferenz anmelde, von der ich mir erhoffe, neue Gedanken über Schönheit zu bekommen, verdanke ich wesentlich meinen Freunden und Mitarbeitern der letzten Jahre.

Weil ich relevant kommunizieren wollte, gründete ich das Unternehmen ahavideos.com und hatte plötzlich jeden Tag mit Designern zu tun. Guter Umgang prägt – deshalb beschäftigte ich mich selbst zunehmend mit Design. Wie beim Lernen einer Sprache bekam ich immer mehr Freude an schönem Design. Wie ein Sprachlehrling, der irgendwann über das Pauken von Vokabeln hinauswächst und die ersten bedeutsamen Gespräche führen kann. Irgendwann entsteht eine sich selbst positiv verstärkende Dynamik: Es fällt mir jetzt leichter, die Sprache des Designs zu verstehen, ich lerne neue Designer kennen und diese bringen mir wieder neue Elemente ihrer Sprache bei.

Als ich den Vorträgen über Schönheit zuhörte, bekamen meine Gedanken irgendwann eine Eigendynamik, mit der ich vielleicht der einzige unter den hunderten von Zuhörern war. Sie gingen etwa so: „Das Gegenteil von Schönheit ist Wurstigkeit.“ … das trifft ja auch auf Business-Modelle zu. Viele Unternehmen bleiben weit unter ihren Möglichkeiten, weil die Unternehmer sich nicht die Zeit nehmen, so lange über ihr Business nachzudenken, bis das Geschäftsmodell schön ist. Und viele Künstler um mich herum leiden darunter, dass sie nicht gut für ihre Arbeit bezahlt werden –  in ihrem Umgang mit Kunden, Finanzen, usw. kommt mir ihr Verhalten ziemlich wurstig vor.

Könnte es sein, dass hier eine Schönheit verborgen ist, über die es sich lohnen würde, weiter nachzudenken …?

 

Die Fortsetzung meiner persönliche Geschichte mit Schönheit.

Wenn ich heute von der Arbeit nach Hause komme, fragt meine Frau machmal: „War’s schön?“

Auch wenn es mir immer noch nicht leicht fällt, bin ich heute etwas ehrlicher mit den nicht so schönen Erlebnissen. Wenn die Früchte meines Nachdenkens und Arbeitens sich jedoch gelohnt haben, und wir wieder einen neuen Auftrag oder ein interessantes Projekt zustande gebracht haben, dann kann ich fröhlich von meiner schönen Erfahrung erzählen. Ich fühle mich dann natürlich, authentisch, fröhlich und bin dankbar, dass Schönheit in jedem Bereich unseres Lebens möglich ist. Sie wird überall dort sichtbar, wo wir die Wurstigkeit überwinden und uns den vorhandenen Herausforderungen wirklich stellen.

 

Ein Teil der Auflösung.

Ich verrate nicht, welche Form und welche Farbe weltweit an erster Stelle stehen und von den meisten Menschen auf der Welt gemocht wird. Noch eindrücklicher als den Gewinner fand ich nämlich den Verlierer in dieser Statistik.

Kannst du’s erraten?

Es ist das braune Rechteck.

… was mich vor die Frage stellt, warum wir dann überall auf der Welt bis heute braune Rechtecke bauen?

      

Nachdenken – in schwierigen Situationen.

In schwierigen Situationen fällt es mir nicht immer leicht, die besten Gedanken zu denken. Wie geht es dir damit?

Gerade dann, wenn wir Kreativität am meisten brauchen würden, haben wir am wenigsten davon. Ziemlich ungeschickt, oder?

Der Grund dafür ist, dass in schwierigen Situationen oft Ängste mitspielen:

  • Angst vor finanziellen Verlusten
  • Angst vor persönlichem Versagen
  • Angst vor dem Verlust wichtiger Menschen
  • usw.

Ängste wiederum versetzen unser Gehirn in einen Zustand, in dem es nur noch 3 Dinge tun kann:

  1. angreifen
  2. fliehen
  3. tot stellen.

Wie du richtig erkannt hast, gehört „kreatives Denken“ leider nicht dazu.


Deshalb müssen wir es in schwierigen Situationen erst mal schaffen, aus diesem Panik-Modus heraus zu kommen. Dabei haben mir folgende Maßnahmen in unterschiedlichen Situationen sehr geholfen:

Ein Teller Spaghetti

In einer wirklich schwierigen Situation besuchte ich mal einen Freund, um ihn um Rat zu fragen. Er stieg jedoch überhaupt nicht auf meiner Problemschilderung ein. Als guter Italiener wusste er, dass es in dieser Situation zunächst auf eine gute Grundlage ankam. Er stellte mir deshalb die weise Management-Frage: „Wann hast du das letzte mal gegessen?“ Das war tatsächlich schon recht lange her. Im Stress vergeht mir nämlich tendenziell der Appetit. Also sagt er zu seiner Frau: „Komm, wir machen erst mal einen Teller Spagetti!“. Nach dem Essen konnten wir dann viel entspannter über meine Themen reden und ich zog fröhlich und mit viel mehr Klarheit weiter.

Die einfache Variante

Ich weiß nicht mehr, wo ich diese Frage her habe, aber sie hat mir schon oft geholfen: „What would it look like, if it were easy?“ (deutsch: Wie würde es  aussehen, wenn es einfach wäre?)

Mehr muss ich dazu wahrscheinlich gar nicht mehr schreiben.

Ich empfehle dir, es mir gleich zu tun, und diese Frage über deinen Schreibtisch zu hängen und in der nächsten schwierigen Situation über die Antwort darauf nachzudenken.

 

 

RPM Result / Plan / Massive Action

RPM kommt auch aus dem Englischen und steht für

  • RESULT (Ergebnis)
  • PLAN (Plan)
  • MASSIVE ACTION (maximale Umsetzung)

Ich habe diese Methode von Tony Robbins gehört und versuche sie mir seit einiger Zeit zueigen zu machen.

Der Prozess besticht durch seine Schlichtheit und die Handlungsorientierung – was meinem Persönlichkeits-Profil ziemlich gut entspricht. Ich liebe Ergebnisse!

Mit den gewünschten Ergebnissen geht der Prozess los.

Wir fragen uns also zunächst, was wirklich dabei herauskommen soll. Damit trennen wir uns von den Negativszenarien, über die sich das Nachdenken eh nicht lohnt, und richten unser Denken auf ein Ziel aus.

Anschließend entwickeln wir einen Plan.

Wir überlegen uns, welche Hindernisse auf dem Weg zum Ziel überwunden werden müssen, welche Ressourcen es dafür braucht, wer uns helfen kann usw.

Und zum Schluss fangen wir nicht nur ein bisschen an, sondern legen wir alles was wir haben in die Umsetzung. Im Bild des Radrennfahrers gesprochen, treten wir so kraftvoll in die Pedale, wie wir können.

Diese Methode ist in jedem Projekt hilfreich. In schwierigen Situationen hilft mir diese Klarheit, Einfachheit und Handlungsorientierung jedoch besonders.

… und falls der Plan mal nicht funktionieren sollte, machen wir eben einen neuen. Du weißt ja: [Tweet “„Plan B ist keine zweitklassige Alternative, sondern das nächsthöhere Level nach Plan A!“”]

Ich wünsche dir viel Erfolg und Ausdauer beim Überwinden deiner eigenen schwierigen Situationen!

Was haben Kratzer im Auto mit Vertrieb zu tun?

Gehörst du vielleicht zu den Menschen, die in der Tiefgarage schonmal am Rand entlang geschrammt sind? Was das mit Sales zu tun hat?

Was macht uns im Verkaufen erfolgreich?

  1. Die Frage: Tue ich was ich liebe?
  2. Wen will ich erreichen? (Käuferprofil)
  3. Wie erreichen ich diese Menschen? (Strategie)
  4. Welche Tools kann ich verwenden?
  5. Welche Fähigkeiten brauche ich?
  6. Wie kann ich mich selbst organisieren? (Selbstmanagement)

Sei bei unserer neuen Reihe zum Thema Vertrieb dabei!

Stell deine Fragen gerne vorab per Mail.

Beim Verkaufen geht’s nicht um Geld

Verkäufer haben den Ruf mit $$ Zeichen in den Augen unterwegs zu sein. Aber worum geht es beim Verkaufen wirklich?

Wie können wir im Verkaufen besser werden?

Es geht darum einen Mehrwert zu bieten und die richtige Lösung für das Problem zu finden.

Du möchtest mehr zu diesem Thema erfahren? Dann sei die nächsten Wochen bei Creative Change dabei!

Gerne kannst du uns für mehr Informationen und Interesse auch per Mail kontaktieren.

Tag 31 – Business Inspiration

Menschen, die Ideen beleben

Die Ziellinie für den Blog-Marathon ist in Sicht!
Aus eine Idee wurde ein Projekt und daraus wurden 30 Texte in 30 Tagen.

Zeit, die Karten auf den Tisch zu legen und Ihnen abschließende Impulse zu geben, die Ihnen dabei helfen sollen, selbst Ideen zu beleben.


Die Idee, die ich beleben will.

Im Frühjahr 2013 soll mein erstes Buch erscheinen. Ein Buch für Unternehmer und Menschen, die etwas unternehmen wollen. Eine gute Idee, oder?
Damit diese Idee anfängt zu leben, also Wirklichkeit wird, muss ich jede Menge Inhalteaufs Papier bzw. in mein Macbook bringen. Da ich auch ohne dieses Projekt genug zu tun habe, ist das gar nicht so einfach. Manchmal frage ich mich, wie viele potenzielle Autoren hervorragende Ideen für Bücher haben, aber weil die täglichen Ablenkungen so stark sind, bleibt es bei der Idee. Ich wäre kein Unternehmer, wenn dieses Problem mich von der Umsetzung abhalten würde, denn wir wissen ja „Probleme sind Chancen in Arbeitskleidung!“.

Disziplin – die große Herausforderung beim „Ideen beleben“.
„Disziplin… wäre super!“ Wie oft haben Sie das schon gedacht? … wenn es Ihnen so geht wie mir, schon seeehr oft. 🙂
Disziplin lässt sich aber nicht so leinfach herbeizaubern, also brauchen wir Disziplin-Helfer. Unter all den gut gemeinten Tipps in Selbstmanagement Büchern, habe ich drei Tipps gefunden, die bei mir tatsächlich funktionieren:

  1. Ein motivierendes Ziel.
  2. Ein klarer Plan.
  3. Die Öffentlichkeit.

zu 1. Wie Ziele funktionieren, wissen Sie ja bereits. Machen Sie also aus Ihrer Idee ein klares Ziel. Eine Ergänzung: Mich motivieren Ziele umso mehr, je klarer mir ist, wie ich und andere vom erreichten Ziel profitieren. Notieren Sie sich deshalb zu den Zielen immer auch den Ziel-Nutzen.

zu 2. Damit eine Idee ins Leben kommt, müssen Sie wissen, WIE. Darin liegt der Nutzen von Plänen: Notieren Sie Schritt für Schritt, was Sie tun müssen, um Ergebnisse zu erzielen.

zu 3. Dieser dritte Schritt ist nicht so oft in Management-Büchern zu finden, aber dafür ist er umso wirkungsvoller. Sie brauchen nicht unbedingt Ihre ganze Idee zu verraten (das wäre manchmal nicht intelligent!), aber machen Sie Ihr nächstes Vorhaben öffentlich. Damit setzen Sie sich selbst unter einen gewissen Druck und kommen nicht so einfach aus der Sache heraus. Wir wollen ja nicht als Menschen bekannt werden, die leere Versprechungen machen, oder?

Jetzt kennen Sie auch den Grund für den Blog-Marathon. Dieser Blog-Marathon war eine Maßnahme, die mir geholfen hat, mich zu disziplinieren. Wenn ich nicht den Druck gehabt hätte, jeden Tag einen Blog-Post zu veröffentlichen, hätte ich wohl kaum jeden Tag diszipliniert zum Thema Ideen beleben geschrieben. Meinem ersten Buch bin ich damit einen großen Schritt näher gekommen. Und ich hoffe, dass Ihnen die Blogs geholfen haben, Ihre Ideen zu beleben.

Schreiben Sie mir gerne eine E-Mail oder einen Kommentar darüber, wie Ihre Ideen Wirklichkeit werden und ich freue mich, wenn wir uns am 16. Mai 2013 bei der Ideen beleben Konferenz treffen.