Unmotivierte Menschen motivieren – geht das?

Für alle, die wissen wollen, ob man unmotivierte Menschen motivieren kann, aber lieber Videos schauen, als lesen:


Die Kurzantwort auf die Frage in der Überschrift:
Ja, das geht!

Wlodkowski hat es einmal sehr treffend formuliert:

[Tweet “„Es gibt keine unmotivierten Menschen.” – Raymond J. Wlodkowski”]

Und ich glaube tatsächlich, es kommt kaum jemand morgens zur Arbeit mit der Einstellung: „Heute mache ich nur das Minimum. Eigentlich will ich heute schlechte Arbeit abliefern und mich nicht so wirklich anstrengen.“

Denn in den Herzen aller Menschen ist ein Vakuum, das nur darauf wartet, gefüllt zu werden. Und wenn jemand eine Vision in dieses Vakuum hineinlegt, dann kann sich unglaublich viel verändern. Dann wird Energie frei. Dann bekommt eine Bewegung, manchmal eine ganze Nation oder sogar etwas noch viel Größeres eine neue Richtung.

Dafür gibt es ein paar ganz große Beispiele:

Martin Luther King Jr., Gandhi oder auch Obama, der mit seinem “Yes we can“ eine Vision in das Vakuum vieler amerikanischer Herzen hineingelegt hat.

Aktuell legt Greta Thunberg mit Fridays for Future eine Vision in viele Herzen weltweit.

Auf der anderen Seite kennen wir aber auch alle das Gejammer von Managern, die sagen: „Unsere Mitarbeiter lassen sich einfach nicht motivieren.“
Oder Verkäufer höre ich oft sagen: „Die Leute, denen ich unsere Produkte verkaufen möchte, lassen sich einfach nicht zum Kauf motivieren.“
Oder auch Lehrer: „Ich habe unmotivierte Schüler.“
Wenn diese „unmotivierten Schüler“ allerdings nach Hause kommen und einen Fussball in der Ecke sehen, sind sie auf einmal hochmotiviert.

Die Aufgabe von Führungspersönlichkeiten ist es nicht, Menschen zu motivieren. Die sind alle
motiviert! Die Aufgabe von Führungskräften ist es, die Motivation der Menschen in eine gute Richtung zu lenken. Mitarbeiter warten darauf, von ihren Vorgesetzten gezeigt zu bekommen, wie sie sich bei der Arbeit entfalten können und wo die Schönheit ihrer Arbeit liegt.
Wir alle müssen das immer wieder gesagt bekommen – von jemand anderem.

Und auch im Verkauf: Menschen freuen sich, wenn ein Verkäufer ihnen erklärt, welches Problem das angepriesene Produkt in ihrem Leben löst. Wie sie damit ihr Leben wirklich verbessern können.

Und Lehrer können Schülern das größte Geschenk machen, indem sie in ihnen die Freude am
Lernen wecken. Das ist das größte Geschenk, welches ein Lehrer seinen Schülern machen kann. Die Schüler werden es ihm oder ihr ein Leben lang danken.

Lassen Sie uns solche Menschen sein, die die Motivation von anderen in die richtige Richtung
lenken. Damit sie ihr eigenes Leben und das Leben von uns allen positiv beeinflussen.
Lassen Sie uns Menschen sein, die das bewusst und mit voller Absicht tun.
Lassen Sie uns gestalten statt jammern.

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Muss Motivation immer von innen kommen?

Muss Motivation immer von innen kommen?

Es gibt eine ganze Menge Statements, Bücher, etc, die behaupten, dass intrinsische Motivation die beste Motivation sei.

 

Dahinter steckt natürlich ein guter Ansatz: Als Unternehmer oder Führungspersönlichkeit zum Beispiel ist es ungeheuer anstrengend, wenn wir unsere Mitarbeiter/Angestellten immer wieder extrinsisch motivieren müssen.
Doch gleichzeitig verkennen wir etwas Wichtiges, wenn wir uns komplett auf die innere Motivation fokussieren.

 

 

 

Ich möchte Ihnen das anhand von zwei Beispielen erläutern:

1
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden in Berlin Waisenhäuser für die Kriegswaisen gegründet. Die Kinder in diesen Waisenhäusern waren besser mit Kleidung, Wärme und Nahrung versorgt als die anderen Kinder draußen bei ihren Familien. Trotzdem war die Sterblichkeitsrate unter den Waisen sehr hoch. Nachforschungen ergaben, dass diejenigen Waisen, die bis auf die notwendige, äußere Versorgung keine weitere liebevolle Zuwendung erhielten, eher starben. Waisen, die darüber hinaus noch eine Bezugsperson hatten, überlebten eher. Also wurden Frauen angestellt, die sich um die Kinder kümmern sollten. Einfach für sie dasein und mit ihnen spielen. Und siehe da: die Sterblichkeitsrate ging stark zurück. Motivation von außen kann also überlebenswichtig sein.

2
Ein paar Jahre zuvor veränderte ein anderes Beispiel der Motivation von außen die Weltgeschichte: Winston Churchill rief mit seiner Botschaft einer verängstigten Volksseele neuen Mut zu. Die Briten hatten Angst vor Hitler. Churchill machte regelmäßig Ansagen über das Radio. Er rief ihnen zu, dass kommende Generationen rückblickend sagen werden, dass das die beste Zeit für Großbritannien gewesen sein wird. Und er sagte: „Wir werden niemals aufgeben!“ Und es hat funktioniert – die Briten haben neuen Mut gefasst.

Es ist meiner Meinung nach also zu eng, wenn wir sagen, Motivation muss immer von innen heraus kommen. Wir können andere Menschen auch von außen motivieren. Und oft genug brauchen wir auch selbst jemanden, der uns motiviert.

Was können wir aus diesen zwei Beispielen lernen?

Von den Frauen in den Waisenhäusern lernen wir: Beziehung ist motivierend. Ein Blick für den anderen oder einfach mal zuhören kann schon viel bewirken.
Von Churchill lernen wir: Worte sind motivierend. Worte, die in die Situation von jemandem hinein gesprochen werden und in ihm/ihr räsonieren. Worte, die der Person eine konkrete Handlungsanweisung geben.

Ich hoffe, das motiviert Sie!
Auch dazu, andere zu motivieren.

Wollen Sie’s gerne genauer wissen?

… dann ist dieses Video genau für SIE:

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Wir leben  in einer Zeit von krassen Veränderungen. Und in einer Welt in der sich alles verändert, müssen sich auch unsere Berufe verändern. Geschäftsmodelle die gestern noch super funktioniert haben, funktionieren heute gar nicht mehr. Wir leben mit der ständigen Veränderung und viele von uns fangen deswegen an zu jammern. Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist, sich selbst immer wieder in den „gestalten-Modus“ zu bewegen. Deshalb startet heute eine Serie, in der ich in jedem Video über einen Aspekt von Motivation sprechen werde. Ich möchte erreichen, dass ihr euch von der Veränderung nicht entmutigen lasst. Lasst uns in den Zeiten der Veränderungen in denen wir stehen, gestalten anstatt zu jammern!

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Erfolg ist nicht verhandelbar

Was unterscheidet eine erfolgreiche Führungspersönlichkeit von einer erfolglosen Führungspersönlichkeit? Erstere weigert sich Niederlagen zu akzeptieren. Erfolg ist für sie nicht verhandelbar. 

Für große Führungspersönlichkeiten wie Abraham Lincoln (siehe auch Das Prinzip „Einfluss“) stand der Erfolg ihrer Mission immer vor persönlichem Stolz, Ruhm oder Bequemlichkeit. Letztlich ist es weder Kompetenz noch Charisma, sondern die innere Einstellung, die den entscheidenden Unterschied ausmacht.

Churchill & Mandela: Vorbilder dafür, dass Erfolg nicht verhandelbar ist. 

Winston Churchill hätte allen Grund gehabt, sich beleidigt zurück zu ziehen, als die britische Regierung seiner Warnungen vor Hitler in den Wind schlug. Seine erste Rede als neuer Premierminister atmete jedoch eine ganz andere Dynamik: „Wir stehen am Beginn einer sehr schweren Aufgabe. Wir haben viele endlose Monate voller Kampf und Leid vor uns. Sie fragen, wie unsere Strategie aussieht? Ich werde es Ihnen sagen: Wir müssen Krieg führen auf dem Meer, auf dem Land und in der Luft – mit all der Macht und der Stärke, die Gott uns geben kann; Krieg führen gegen einen gewalttätigen Tyrann, wie es ihn in der dunklen, beklagenswerten Aufreihung menschlichen Verbrechens noch keinen gegeben hat. Das ist unsere Strategie. Sie fragen nach unserem Ziel? Das beantworte ich mit einem Wort: Sieg – Sieg um jeden Preis. Sieg trotz all der Schrecken. Sieg, auch wenn der Weg dahin lang und steinig sein mag. Denn ohne Sieg gibt es kein Überleben.“ Maxwell, John C. Leadership: Die 21 wichtigsten Führungsprinzipien.

Churchill setzte anschließend alle diplomatischen und militärischen Hebel in Bewegung, um sein Ziel „Sieg um jeden Preis“ zu erreichen. Auch wenn es bei den meisten von uns nicht um Leben und Tod  im existenziellen Sinne geht, brauchen auch wir diese innere Grundhaltung, dass der Sieg unserer Mission nicht verhandelbar ist.

Ein anderer Staatsmann, Nelson Mandela, kämpfte auf ganz andere Weise. Sein Ziel, das Ende der Apartheid in Südafrika, war für für ihn absolut nicht verhandelbar. Sein Weg zum Ziel war ein völlig anderer als der von Churchill. Mandela verbrachte 27 Jahre als politischer Häftling im Gefängnis auf Robben Island. Nach seiner Freilassung wurde er zum Präsidenten seines Landes gewählt. Im Gegensatz zu vielen anderen vormals Unterdrückten missbrauchte er seine gewonnene Macht jedoch nicht zum eigenen Vorteil, sondern diente seinem Land auf demütige Weise und verfolgte sein Ziel von Freiheit und Gleichberechtigung für ALLE Bürger Südafrikas weiter.

WARUM?

… weil Erfolg für ihn klar als Abschaffung der Apartheid und nicht als persönlicher Gewinn definiert war.

Die innere Haltung

Fragen zum Weiterdenken?

  1. Was bedeutet Erfolg für dich?
  2. Ist dieser Erfolg für dich verhandelbar?
  3. Was tust du dafür, deinem Erfolg näher zukommen?
  4. Was sind die Umstände, die deine innere Haltung beeinflussen?

 

Wann sind wir erfolgreich?

Starke Zeichen setzen.

Was würden Sie Ihrem Team sagen, wenn ab morgen alles ohne Sie laufen müsste?

Genau in dieser Situation war Jesus am Gründonnerstag – dem Tag vor seiner Kreuzigung am Karfreitag.

Er entschied sich dafür, seinen Jüngern die Füße zu waschen!?

Damit setzte er ein Zeichen, das seine Männer wahrscheinlich so schnell nicht mehr vergessen haben. Der Chef kniet nieder und erledigt eine der unbeliebtesten und niedersten Aufgaben, die es damals gab, einfach selbst. In der folgenden Kirchengeschichte gab es zwar viele Leiter, die sich von dieser Haltung weit entfernten und Hierarchien aufbauten, die mit der Haltung ihres Gründers wenig gemeinsam hatten. Die Fußwaschung wurde aber über die Jahrtausende hinweg immer wieder neu entdeckt. Sie gab und gibt Christen in der Kirche, in Unternehmen und in Familien eine wirkungsvolle Orientierung für das Modell „Dienende Leitung“ – ein starkes Zeichen.

Was macht starke Zeichen aus?

Die Fußwaschung würde nicht bei jedem als Zeichen funktionieren. Manchen Führungskräften würden wir es nicht abnehmen, wenn sie ein Zeichen der dienenden Leitung setzen würden. Wir würden darüber lachen oder uns sogar aufregen.

Andere Führungskräfte hätten zwar das Potenzial, uns wertvolle Zeichen mitzugeben, aber sie tun es nicht. Sie bleiben in der Kommunikation hinter ihren Möglichkeiten zurück – leider.

Damit Zeichen wirkungsvoll sind, müssen sie …

… mit der wirklichen Haltung desjenigen übereinstimmen, der das Zeichen setzt (authentisch sein).

… klar und konsequent eingesetzt werden (deutlich sein).

… zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden (passend sein).

… so eingesetzt werden, dass es sich jeder leicht merken kann (weitererzählbar sein).

… auf offene Ohren treffen (den richtigen Leuten anvertraut sein).

Die stärkste Ressource für starke Zeichen.

Lassen Sie uns einen Moment darüber nachdenken, was wir tun, wenn wir kommunizieren.

Egal ob unsere Kommunikation im beruflichen oder privaten Kontext stattfindet, es geht immer darum, dass wir Menschen begegnen und dass wir Menschen für eine Meinung oder eine Handlung gewinnen möchten. Letztlich wollen wir also Menschen zu irgendetwas motivieren. Motivation wiederum können wir nicht aus dem Nichts heraus schaffen. Nur wenn wir bei den Werten der Menschen andocken, kann nachhaltige Motivation entstehen.

Dabei können wir uns zwischen zwei Motivationsquellen entscheiden:
1. Egoismus

2. Liebe

Egoismus bedeutet, wir versuchen möglichst viele Menschen dazu zu bekommen, uns die Füße zu waschen. Wir alle kennen dieses Erfolgsverständnis, das darauf ausgelegt ist, möglichst viel für sich selbst heraus zu holen. Aber mal ehrlich: glauben Sie wirklich, dass wir damit nachhaltig Menschen für unsere Sache gewinnen können? Eher unwahrscheinlich. Außer die Menschen stehen in einem (ungesunden) Abhängigkeitsverhältnis zu uns.
Liebe bedeutet, wir waschen den anderen die Füße. Dass Liebe die stärkste Ressource für starke Zeichen ist, sehen wir daran, dass dieser Akt von Jesus auch 2.000 Jahre später noch Millionen von Menschen motiviert, anderen Menschen ebenso „die Füße zu waschen“, in dem Sie ihnen in ihrer Not helfen oder einfach mal was Gutes tun und nicht zuerst an sich selbst denken.

Waschen Sie Ihrem Team die Füße und Sie können sicher sein, dass es morgen auch ohne Sie weiterlaufen würde.