Unangenehme Momente

Das Leben könnte so schön sein, wenn …

Wie würdest du diesen Satz vervollständigen?

Egal wie gut es uns geht, es gibt wahrscheinlich bei jedem ein Haar in der Suppe. Unangenehme Momente können uns den ganzen Tag verderben. Wenn wir nicht aufpassen, dominieren die Gedanken in diesen Momenten sogar den größten Teil unseres Denkens. 

Es würde mich nicht wundern, wenn die unangenehmen Momente in deinem Leben etwas mit Menschen zu tun haben. 

Unangenehme Momente sind in der Unterzahl

Ich habe das Glück, in einer wunderschönen Gegend zu leben. Ich habe jeden Tag genug zu Essen – mehr als genug. Ich habe ein schönes Zuhause. Meine Gesundheit lässt mich ein relativ unbeschwertes Leben führen. Mit meiner Arbeit kann ich zahlreiche Menschen unterstützen, die meine Hilfe schätzen. Und das wichtigste: Ohne Probleme könnte ich eine lange Liste von Menschen aufschreiben für die ich sehr dankbar bin. 

Kurz: Ich fühle mich wirklich gesegnet. 

Auch bei mir gibt es aber unangenehme Momente.
Es gibt diesen Anruf von einem Kunden, der ein Projekt (aus meiner Sicht unnötig) kompliziert macht. 

Ich entdecke einen blöden Fehler in einem wichtigen Projekt. 

Und am unangenehmsten von allem finde ich die Momente, in denen sich irgendjemand anderen Menschen gegenüber unangemessen verhält. In meiner Welt sind das vor allem Führungskräfte, die ihren Untergebenen ihre Macht zeigen und ihnen damit die Motivation rauben. 

Sowas nervt mich. Es fällt mir echt schwer, meine Gedanken nach so einem Erlebnis wieder auf andere Dinge zu lenken. 

Tatsächlich sind die unangenehmen Momente aber bei weitem in der Unterzahl. 

Wie kommt es, dass sie trotzdem so viel Raum in meinen Gedanken einnehmen?

Unangenehme Momente und der Überlebenswille

Unser Gehirn ist nicht darauf optimiert, uns glücklich zu machen, sondern uns vor dem Tod zu bewahren.

Quelle: Unbekannt

Das ist der Grund für die Dominanz von unangenehmem Momenten in unserem Denken.

Wenn die Dinge gut laufen, gibt es keine Bedrohung. Sobald etwas nicht gut läuft, geht unser Gehirn in Alarm-Modus. Wir versuchen der Gefahr zu entkommen und anschließend versuchen wir möglichst viel aus der Situation zu lernen, um in Zukunft der Gefahr noch besser zu entkommen. 

Bei Dingen, die uns selbst betreffen, mag das sogar noch irgendwie sinnvoll sein – auch wenn heute unser Leben deutlich seltener bedroht ist, als bei unseren Vorfahren in irgendwelchen Wäldern und Höhlen. Wenn wir unangenehme Momente aber als Zuschauer erleben und selbst keinen wirklichen Einfluss haben, dient uns dieses Verhalten aber nicht wirklich. 

Was ist der Ausweg aus diesem Dilemma?

Leider konnte ich bisher noch keine wirkliche Antwort auf diese Frage finden. Vielleicht hilft uns das Bewusstsein aber schon ein wenig, dass es keinen Sinn macht, lange über unangenehmen Momente nachzudenken. 

Die Tatsache, dass ich mir die Mühe mache, einen ganzen Blog-Artikel darüber zu schreiben, zeigt  wie viel ich hier noch zu lernen habe. Es gibt aber etwas, das viele unangenehme Momente bereits eliminieren könnte, bevor sie überhaupt entstehen. Darum geht es im nächsten Teil. 

Wie wir viele unangenehme Momente vermeiden könnten

Das Leben könnte so schön sein, wenn wir respektvoller miteinander umgehen würden. 

Wenn du den Charakter eines Menschen testen möchtest, dann gib ihm Macht. 

Ob dieses Zitat tatsächlich von Abraham Lincoln stammt, ist fraglich, aber dass diese Aussage stimmt, hat sich schon vielfach in unterschiedlichsten Organisationen bestätigt. 

Ich beschäftige mich schon viele Jahre damit, wie Führungskräfte ihre Arbeit gut machen können. Die vielen Bücher zu diesem Thema könnten uns erschlagen und wir können jeden Tag dazu lernen. Das Zweitwichtigste, um eine gute Führungskraft zu werden, ist meiner Meinung nach tatsächlich das permanente Lernen. 

Noch wichtiger ist jedoch eine Haltung, die sich mit dem Begriff Demut zusammenfassen lässt. 

Vielfach wird Demut mit Unterwürfigkeit verwechselt und deshalb abgelehnt. Tatsächlich ist Demut aber das dienende Annehmen der Führungsaufgabe. Die wichtigste Aufgabe einer Führungskraft ist es nämlich, die Menschen um sich herum wirkungsvoller zu machen und damit für seine Organisation bessere Ergebnisse zu ermöglichen. 

Wie machen wir Menschen wirkungsvoller?

Vielleicht sollten wir fragen, was ihnen die Wirksamkeit raubt. 

Wenn ich richtig beobachtet habe, ist das die Entmutigung. Viel zu oft entmutigen wir Menschen durch unangemessenes Verhalten, indem wir unsere Fehler nicht zugeben oder noch schlimmer: indem wir andere für unsere Fehler verantwortlich machen. 

Führungstipps gegen Entmutigung

Fehler der Mitarbeiter sind Fehler des Chefs. Erfolge der Mitarbeiter sind Erfolge der Mitarbeiter. So hat Fredmund Malik in seinem hervorragenden Buch Führen, Leisten, Leben das Gegenrezept  formuliert. Wir haben als Leiter einen schlechten Job gemacht, wenn unsere Leute sich anders verhalten als sie das wollen. Bevor wir uns also über die Mitarbeiter aufregen, müssen wir uns erst mal an die eigene Nase fassen. Natürlich gehört im zweiten Schritt auch dazu, dass wir Fehler ansprechen und klarstellen, wie es besser laufen sollte. Je ruhiger und besonnener uns das jedoch gelingt, desto besser. 

Wenn wir unsere Leute nicht entmutigen, sondern sie stattdessen demütig unterstützen, können wir eine Dynamik in Gang setzen, die nicht nur viele unangenehme Momente vermeiden, sondern auch noch bessere Ergebnisse ermöglichen wird. 

Vielleicht hast du schon festgestellt, dass in sowohl in Demut als auch in Entmutigung das Wort MUT steckt. Demut braucht MUT. Hast du genug davon, um in deinem Umfeld diese neue Kultur des respektvollen Umgangs zu prägen?

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Zwischenmenschlich

Vieles von dem, was unser Leben wertvoll macht, findet zwischen Menschen — also zwischenmenschlich statt. 

Wer mich aus dem beruflichen Umfeld kennt, hat zwar hoffentlich gemerkt, dass Menschen mir wichtig sind. Trotzdem mag dieses Thema auf diesem Blog den einen oder anderen überraschen. Ja, tatsächlich ist mein Fokus normalerweise auf Business-Strategie, Marketing und Vertrieb. Keine Sorge, ich werde nicht zum Hippie! Ich denke aber, es ist mal an der Zeit, dass ich auch hier etwas mehr mein Herz teile. 

(Kleine) zwischenmenschlich wertvolle Momente

Heute Morgen — auf dem Weg ins Büro — bin ich einer ehemaligen Mitarbeiterin begegnet. Wir konnten uns von Herzen einen schönen Tag wünschen. Wer schon Kündigungen ausgesprochen hat, der weiß, dass das nicht selbstverständlich ist. Deshalb schätze ich diesen Moment als äußerst wertvoll. 

In der kleinen Straße zu unserem Parkplatz parken oft Kleintransporter mit osteuropäischem Kennzeichen. Die Fahrer verbringen hier ihre Nacht und machen sich morgens auf den Weg zum nahegelegenen Zoll und die Schweiz. Heute unterbrach ich einen dieser Fahrer bei seiner Morgentoilette. Er musste die offene Beifahrertür etwas zuziehen, damit ich vorbeifahren konnte. Ein kleines gegenseitiges Lächeln machte auch diesen Moment wertvoll. 

Als ich dann die Bürotür aufschloss, kam die Büronachbarin auch gerade in den Flur. Wir wechselten ein paar Worte über die Türkeile, die ich besorgt hatte. Gibt es ein nebensächlicheres Thema? Auch das war eine positive Begegnung. 

Diese Momente waren kurz und erscheinen irgendwie klein. Tatsächlich machen sie aber das Leben reicher. Sind sie vielleicht größer und wertvoller als uns bewusst ist?

Zwischenmenschlich vs. Distancing

Im Zusammenhang mit der Corona Pandemie wurden zwischenmenschliche Begegnungen angeblich grundsätzlich zu etwas Gefährlichem. Der Begriff „Social Distancing“ ist überall gegenwärtig. Das ärgert mich aus zwei Gründen:

1. Mich ärgert der Begriff „Social Distancing“, weil er falsch ist. 

Niemand hat etwas davon, wenn wir sozial auf Distanz gehen. Ganz im Gegenteil — in dieser schwierigen Zeit sollten wir uns sozial näherkommen. 

Es ist eine gewisse Art von physischer Nähe, die zur Gefahr werden kann. Genau genommen sollten wir uns nicht zu lange in unmittelbarer Nähe von anderen Menschen in geschlossenen Räumen aufhalten. 

Wenn also Distancing gefordert ist, dann doch bitte „physical Distancing“

2. Mich ärgert der Begriff „Social Distancing“, weil er unmenschlich ist. 

Wir Menschen sind auf Beziehung hin geschaffen. Deshalb sind wir in unserer Essenz auf soziale Nähe angewiesen. Meine Güte — wir machen uns kaputt, wenn „Social Distancing“ zur Norm wird. 

In den letzten Monaten habe ich mit mehr Menschen gesprochen, die unter einer Form von Depression leiden als in den 5 Jahren davor. Können wir bitte mal die Augen für die Wirklichkeit öffnen?

Zwischenmenschlich herausgefordert

Zwischenmenschliche Momente bekommen wir irgendwie immer geschenkt. Wir können sie uns nicht verdienen. Gleichzeitig müssen Geschenke auch angenommen werden, sonst funktionieren sie nicht. 

Fällt es dir leicht, Geschenke anzunehmen?

Aus meiner Kindheit kenne ich diese Spielchen der Erwachsenen: „Nein, das wäre doch nicht nötig gewesen!“, „das kann ich nicht annehmen!“, …

Ich habe das nie verstanden, bis ich irgendwann erleben musste, wie Geschenke als Druckmittel für zukünftige Gefälligkeiten missbraucht wurden. 

Geschenke funktionieren nur, wenn sie wirklich geschenkt sind und wenn sie gerne angenommen werden. Mit zwischenmenschlichen Begegnungen ist es genauso. Ich denke, wir würden alle davon profitieren, wenn wir die Herausforderung annehmen würden, möglichst viele zwischenmenschliche Begegnungen nutzen würden, um andere zu beschenken und uns beschenken zu lassen. 

Es bräuchte dafür nur …

… ein Lächeln, 

… ein Winken, 

… ein freundliches Wort. 

Machst du mit?

Wie sieht die Zukunft aus?

Wir allen wollen doch gerne wissen, wie die Zukunft aussieht – oder?! 

Der Zukunftsreport von Matthias Horx liefert uns Impulse darüber, wie die aktuellen Trends auf die Zukunft auswirken könnten und wie wir den Weg dorthin mit-gestalten können. 

Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze die Zukunft zu betrachten.

1.Ansatz – Zukunftsprognose

Wir kennen das von der Wettervorhersage. Jemand macht aufgrund von Vermutungen, Daten, Ansätzen eine Prognose, wie es werden könnte und du kannst es entweder glauben oder nicht. 

2. Ansatz – Zukunftsregnose

Ein viel interessantere Ansatz ist die Regnose: Wir versetzen und geistig in die Zukunft und schauen von dort zurück. 

Wie  sind wir dorthin gekommen? 

Dieses Prinzip der Regnose gibt uns die Möglichkeit aktiver zu gestalten und vielleicht sogar diesen Weg in die Zukunft damit zu verändern.

Zunächst hilft uns dabei ein Blick in die Vergangenheit.

„Die Arbeitsteiligkeit und die seit Jahrhunderten immer weiter getriebenen Spezialisierung und Automatisierung haben uns einen ungeheuren Wohlstand gebracht, aber uns auch der Übersicht über unser Leben beraubt und damit unserer Handlungsfähigkeit“ – Wolf Lotter

Wird vielleicht deshalb so viel gejammert, weil viele Menschen den Überblick verloren haben?! 

Das ist nur eine Perspektive von vielen, die im Zukunftsreport betrachtet werden.

Mehr Zukunftsoptimismus bitte 

Eine weitere, ungemein optimistische Perspektive ist der Ausblick für die Kinder der Corona-Generation. Auf diese Generation wartet die Digitalisierung in Schulen, das kreative Lernen im Beruf und eine nachhaltige, grüne Zukunft. 

Natürlich klingt das sehr sehr optimistisch, aber trotzdem tut es gut dieses Optimismus zu hören, da es ja auch sehr viele Gegenstimmen gibt – leider.

Die Zukunftskarten 

Die Karten mit denen wir die Welt beschreiben und versuchen, zu verstehen, sind ein Kernteil dieses Buches. Es geht um die Karten die uns bisher geprägt haben und diese die uns in Zukunft prägen werden. Erhellendes, Lustiges, Informatives und auch Hoffnungsvolles ist in diesen Karten zu finden.

Konkrete Beispiele für die unterschiedlichen Zukunftskarten kannst du dir in meinem Video ansehen (hier schauen wir auch auf eine Post-Corona Karte!).

Die 3,5 % zur nachhaltigen Veränderung 

Der Zukunftsreport befasst sich auch gründlich mit den Umbrüchen der letzten Jahre und dort habe ich dieses Goldstück entdeckt:

Die 3,5% Regel

Diese Regel besagt, dass es 3,5 % einer Bevölkerung braucht um nachhaltige Veränderungen zu bewirken. In Deutschland wären das 3 Mio. Menschen. Das sind nicht die Leute, die EINMAL an einer Demonstration teilnehmen – das reicht nicht aus. Die 3,5 % der Bevölkerung müssen diese Veränderungen wirklich wollen und mit ihrem Tun vorantreiben. Zum Beispiel bei Fridays for Future konnten 2019 bereits 1,5 % mobilisiert werden, was sehr gut ist – aber noch nicht für eine nachhaltige Veränderung ausreicht.

Vielleicht hast du ja jetzt schon eine konkrete Idee, wie du 3,5 % dazu mobilisieren kann, die Zukunft positiv zu gestalten…

Der Zukunftsreport liefert noch eine ganze Menge mehr Input zu verschiedenen Themen. Wenn du also Interesse daran hast, die Zukunft zu gestalten, dann empfehle ich dir den Zukunftsreport von Matthias Horx.

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Weitere Buchempfehlungen für Unternehmer kannst du hier nachlesen.

Was bedeutet Mentoring? Eine Buchempfehlung für Unternehmer.

Was hast du für ein Bild von Mentoring? 

..und was bedeutet Mentoring das überhaupt?! 

Mentoring – vielleicht hatte ich eine falsche Vorstellung davon. 

Was bedeutet Mentoring?! Ich hatte die Vorstellung von Mentoring, dass zwei Menschen an einem Tisch sitzen, der Ältere erzählt dem Jüngeren von seinen Erfahrungen, wovon dieser dann etwas lernen soll. 

Für mich klingt dass – um ehrlich zu sein – nicht besonders attraktiv.  Mark Timm, einer der Autoren des Buches Mentor to Millions hat einen viel pragmatischeren Ansatz gewählt. Er ist auf Kevin Harrington zugegangen und hat gesagt:

„Ich will dein bester Schüler sein, deswegen werde ich mit meiner Familie den Winter über in deine Nähe ziehen um von dir zu lernen.“ 

Nach dem Umzug hat Mark automatisch viel Zeit mit Kevin verbracht. Sie waren zusammen unterwegs, sind zusammen im Flugzeug gesessen, haben Veranstaltungen besucht, in Hotels übernachtet, gegessen und manchmal einfach nur gewartet. Und genau in diesen ganz normalen Begegnungen, in diesen alltäglichen Konversationen hat Mark von Kevin gelernt. 

Hier sind einige konkrete Punkte, die Mark in diesem Buch beschreibt:

Learnings aus dem Mentoring von Kevin Harrington:

Faire Deals.

Kevin Harrington macht nur faire Deals. Warum? Ein Business funktioniert nur wenn es fair ist. Wenn der eine Partner viel mehr bekommt als der andere, wird derjenige, der schlechter dran ist, irgendwann die Motivation verlieren. 

Exponentielles Denken.

Wie kann ich nicht nur ein bisschen was drauf setzen?! 

Konkretes Beispiel: Kevin hat einem Messerverkäufer dabei geholfen, seine Kunden nicht nur am Messestand sondern auch mit einem Video im TV zu erreichen. So hat der Messerverkäufer nicht nur 10-15 mehr Personen erreicht, sondern er hat Million Menschen erreicht.

Das ist der Grundansatz des exponentiellen Denkens. Seine eigenen Möglichkeiten nutzen, um die  Möglichkeiten von Anderen zu vervielfachen und nicht nur ein wenig zu vergrößern. 

Do it right now.

Beiden Autoren hatten selbst in Jungen Jahren den legendären Zig Ziglar als Mentor. 

Zig Ziglar sagt zum Beispiel: 

Take whatever size step you can, but do it right now. 

Der entscheidende Punkt dabei ist das JETZT. Ich selbst war vor kurzem in so einer Situation. Ich hatte schon vor einem halben Jahr eine Idee, mit der ich nie etwas getan habe. Mithilfe dieses Impulses habe ich nun die ersten konkreten Fragen zur Umsetzung der Idee aufgeschrieben. Nicht passiv zu bleiben und zu warten sondern konkrete Schritte zu gehen. Das ist eine der Herausforderungen die die Autoren aufgreifen, welche ich direkt für mich angewendet habe. 

Konkret werden.

Wie können wir konkret werden?! Darum geht es immer und immer wieder in diesem Buch. Durchweg finden sich viele weitere Beispiele, die uns dabei helfen können, konkret zu werden. Unter anderem erklären sie das Business-Model-Canvas Modell, welches uns dabei hilft, eine konkrete Idee auf Papier zu bringen. Mehr dazu findest du hier.

Und Aktion.

Vielen Dinge die Mark gelernt hat, hat er dann auch zuhause umgesetzt. Seine ursprüngliche Motivation, überhaupt das Mentoring zu beanspruchen, war, dass er eine Trennung hatte zwischen dem erfolgreichen Unternehmer, der sich zuhause aber nicht wirklich verstanden gefühlt hat. 

Dieses Buch wird durch die praktischen Impulse für denjenigen, der es liest, selbst auf eine Art zum Mentor. Aber dabei sollte es nicht belassen werden. Die Autoren selbst suchen sich bei neuen Projekten immer eine Person die bereits mehr Erfahrung hat. Und genau das ist die Kernaussage des Buches: Such dir einen Mentor wenn du was bewegen willst.

Ich hoffe ich konnte dir die Frage: was bedeutet Mentoring? beantworten und dich dazu motivieren, konkret zu werden. Wenn du weitere Ideen brauchst, dann empfehle ich dir das Buch von Mark Timm und Kevin Harrington Mentor to Millions zu lesen.

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Exzellenz – Buchempfehlung für Führungskräfte

Exzellenz inspiriert uns und wir genießen es, wenn wir exzellenten Service erleben. Es ist aber eine ganz andere Geschichte, diesen Standard in der eigenen Organisation zu etablieren. 

Exzellenz, die durch den Magen geht.

Wer mag ihn nicht? … guten Service?

In einem gut geführten Restaurant zu essen, finde ich immer wieder ein Erlebnis. Ich schätze es sehr, wenn ich freundlich begrüßt werde, wenn das Essen bald kommt, schön heiß ist und wenn die Geschmäcker mich positiv überraschen. Sowas finde ich total inspirierend. 

Natürlich ist uns allen klar dass so ein Restaurant-Erlebnis kein Zufall ist. 

Der Koch ist nicht am morgen mit der genialen Geschmacksidee aus dem Bett gefallen und die Bedienung steht nicht zufällig rechtzeitig an unserem Tisch. Dahinter steckt Training, Organisation und eine Menge mehr.

Letztlich sind es in einer Küche dieselben Dinge, die es auch in anderen Organisationen braucht, um exzellente Ergebnisse, Produkte und Service zu bieten. 

Wie geht Exzellenz?

Horst Schulze hat viele Jahre lang eigene Mitarbeiter und ganze Organisationen zu mehr Exzellenz befähigt. Er ist eine echte Autorität in diesem Gebiet und deshalb möchte ich heute sein Buch Excellence Wins empfehlen.

Horst Schulze war Geschäftsführer zahlreicher Hotels und ganzer Hotelgruppen. Er hat schone als junger Mann – während seiner Ausbildung — eine Philosophie aufgeschrieben, die ihn seither sein Leben lang begleitet:

„Ladies and gentlemen serving ladies and gentlemen.“ 

Das is die Grundhaltung. Wir dienen den Leuten, wir dienen exzellent, aber wir dienen auf Augenhöhe. 

Horst Schulze liefert uns mit seinem Buch eine Strategie, wie wir eine Organisation so leiten können, dass überall Exzellenz gelebt wird. 

Davon möchte ich 3 Punkte hervorheben:

1. Zuhören – Ist doch klar, oder? Wirklich?

Horst Schulze warnt davor, dass wir denken zu wissen, was unsere Kunden sich wünschen. Oder, dass wir uns auf die Meinung einer sehr kleinen Testgruppe (zum Beispiel unserem Partner / unserer Partnerin) verlassen, statt die Leute zu fragen, um die es wirklich geht – unsere Kunden. 

Hilfreiche Tools dafür sind Fragebögen, Online-Umfragen usw.  

Dabei darf es aber nicht bleiben. Im Kern geht es darum wirklich zuzuhören und das Problem wirklich zu lösen. In meinem Video auf YouTube gehe ich mit einer Geschichte von Horst Schulze näher darauf ein:

2. Gelebte Service Regeln 

Dieses Kapitel empfinde ich als den stärksten Teil des Buches.

Nicht weil die Regeln an sich so beeindruckend wären, sondern gerade weil sich alles ziemlich ungezügelt und pragmatisch anfühlt. 

z.B.: die Regel Nummer 7: Clean and repair everything.

In den Service-Regeln ist einfach aufgeschrieben wie es laufen soll. Damit weiß jeder, was von ihm erwartet wird und alle arbeiten wirklich auf das selbe Service-Ziel hin. 

Ich habe es selbst ausprobiert und einfach aufgeschrieben, wie ich mir zum Beispiel die Handhabung unserer Kaffeemaschine im Büro vorstelle. Ich war erstaunt, dass meine Mitarbeiter sogar dankbar dafür waren, weil sie endlich wirklich wussten, wie ich es mir gerne wünsche. 

Häufig gehen wir davon aus, dass unsere Leute wüssten, was uns wichtig ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Annahme viel Potenzial für Enttäuschungen hat. Deswegen ist viel besser, wenn wir es aufschreiben und regelmäßig kommunizieren. So weiß jeder Mitarbeiter, wie wir die Service Regeln umsetzen und wirklich leben wollen. Und um die Service Regeln wirklich leben zu können bedarf es Punkt 3 – Leadership

3. Leadership

Leadership bedeutet zuerst, die Visionen zu verstehen – zu verstehen wo wir wirklich hinwollen. Das ist der Job von uns Führungskräften. Wir fangen an es wirklich umzusetzen, wir planen, wie wir unsere Service Regeln leben wollen. Diese Vision muss von uns kommuniziert werden. Und – auch wenn es mir persönlich selbst nicht immer leicht fällt – ist es wichtig, den Fokus zu wahren. Als nächstes müssen wir dafür sorgen, dass der Plan mit den Meilensteinen eingehalten wird. Und zu guter Letzt ist es auch unsere Aufgabe, dass immer genügend Energie da ist. 

1: Vision leben

2: Vision kommunizieren 

3: Tun

4: Fokus wahren

5: für genug Energienachschub sorgen 

Das sind die Führungsregeln von Horst Schulze und wenn Exzellenz ein Thema für dich ist, dann empfehle ich dir das Buch wirklich sehr. 

Für weitere Buchtipp’s kannst du meinen Blog abonnieren, dem GESTALTEN STATT JAMMERN Kanal auf YouTube folgen oder meine Montagsmail lesen. 

Bei Fragen und Anregungen freue ich mich auch über eine E-Mail von dir!

Ein Wort – Buchempfehlung für Unternehmer

Wenn du dein ganzes Tun in ein Wort packen könntest, welches wäre das? 

Bei Evan Carmichael, dem Autor von dem Buch „Your One Word“, ist es believe. Alles, was er tut, richtet sich nach diesem einen Wort aus. Damit hat er einen erfolgreichen Youtube Kanal und ein Unternehmen aufgebaut.

Dazu schreibt er Bücher und macht vermutlich noch 1000 andere Dinge. 

Ein Wort, das meine Mission beschreibt.

Bei mir ist es das eine Wort: gestalten.

Ich gestalte und ich helfe anderen Menschen zu gestalten.

Ich denke, schreibe, rede und mache, um zu gestalten.

Weil ich davon überzeugt bin, dass unsere Welt mehr Menschen braucht, die gestalten.

In den letzten Jahren hat sich bei mir der Satz „gestalten statt jammern“ immer mehr zum Leitmotiv meines Handelns entwickelt. Also, praktisch war das schon lange so, aber ich habe nach und nach diese Formulierung für mich entdeckt. 

Beim Lesen von Carmichaels Buch, bin ich dann irgendwann bei dem einen Wort gestalten gelandet. Inzwischen fühle ich mich damit sogar wohler als mit dem ganzen Slogan. 

Warum nur ein Wort?

Aber warum sollte man sein ganzes Tun auf nur ein Wort herunter dampfen?!

Die Antwort darauf findet man in dem Buch bereits ganz am Anfang in dem Zitat von Winston Churchill:

„All great things are simple and many can be expressed in a simple word“ .

Alle großartigen Dinge sind einfach und viele davon können in einem einzigen Wort ausgedrückt werden. Der Vorteil hiervon ist, dass es uns noch mehr zwingt, das was wir tun auf den Punkt zu bringen und noch tiefer zu bohren, bis wir an der Essenz angelangt sind, auf die alles zurück geht was uns wichtig ist. 

Genau das will Evan mit seinem geschriebenen erreichen. Dieses Buch macht folgendes: Es leitet uns durch den Prozess, unser Wort zu finden. 

Und dann lernen wir, dieses Wort in vielen Bereichen unseres Unternehmens anzuwenden.

  • Was bedeutet dieses Wort für unser Marketing?
  • Was bedeutet es für unsere Prozesse?
  • Was bedeutet es für unsere Mitarbeitergewinnung?
  • Was bedeutet es für unsere Qualitätskontrolle?
  • Usw.

Was ist dein „ein Wort Mission Statement“?

Bestimmt kommen dir  jetzt schon eine Menge Ideen oder vielleicht hast du ja schon dieses eine Wort gefunden. Es kann gut sein, dass du es noch nicht gefunden hast. Lass dich dadurch nicht versunsichern. Bei mir selbst gab es mehrere Wörter die ich zutreffenden fand. Allein der Prozess, sich damit auseinander zu setzen wird dir vermutlich helfen, dich und dein Unternehmen voran zu bringen. 

Und wenn du noch weitere Ideen brauchst, dann empfehle ich dir, Evan Carmichaels Buch „YOUR ONE WORD“ zu lesen. 

Wenn du die Veröffentlichung weiterer Videos mitbekommen möchtest, kannst du dich hier für den Youtube Kanal anmelden.

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Was können wir vom Hype um die GameStop Aktie für Leadership lernen?

Leadership ist Einfluss – sagt John Maxwell. Dann ist die Erfahrung der letzten Wochen – rund um die GameStop Aktie – nicht nur ein verrücktes Börsenspiel, sondern ein Musterbeispiel von Leadership. 

Leadership is influence.

John C. Maxwell

Damit wir diese Lern-Möglichkeit nicht ungenutzt an uns vorbeiziehen lassen, möchte ich heute kurz reflektieren, was in den letzten Wochen an der amerikanischen Börse passiert ist. Wir werden hoffentlich sehen, warum ich das nicht nur verrückt, sondern bemerkenswert finde.

Was ist mit der GameStop Aktie passiert?

Im September 2019 hat Keith Gill im im Reddit Onlineforum „Wallstreetbets“ eine Investmentidee vorstellt für die er anfangs ausgelacht wurde: Lasst uns GamesStop Aktien kaufen

GameStop ist eine Kette von Ladengeschäften für Computerspiele, Spielkonsolen. etc.; wer kommt im Zeitalter von Onlinehandel auf die Idee, dort zu investieren?

Tatsächlich hatte GameStop in der letzten Zeit einige Probleme. Keith Gill, der in seine Brötchen normalerweise als Finanzanalyst bei einer Versicherung verdient, hat jedoch genauer hingeschaut.

Die Entdeckungen zur GameStop Aktie von Keith Gill:

  1. GameStop war durch die Marktentwicklung zwar herausgefordert, aber die Umsätze und auch der Kontostand des Unternehmens sah trotzdem nicht schlecht aus. Das Unternehmen war an der Börse eher unterbewertet.
  2. Große Hedgefonds hatten Wetten auf einen sinkenden Kurs von GameStop abgeschlossen. Mit sogenannten Leerverkäufen hatten diese Hedgefonds also Aktien verkauft, die sie noch gar nicht besaßen, weil sie davon ausgingen, dass der Kurs sinken würde und sie diese zu einem späteren Zeitpunkt billiger einkaufen könnten als sie diese verkauft hatten. (Eine Praktik, die meiner Meinung nach schon lange verboten gehört!)
  3. Sony und Microsoft würden bald neue Spielkonsolen auf dem Markt bringen, der Aktienkurs von GameStop würde dann infolge besserer Umsätze steigen.

Wie kam es dann zum Börsen Hype?

Gill hatte also seine Hausaufgaben gemacht. Das erzählte er nicht nur seinen Freunden beim Feierabendbier sondern einer riesigen Community von Kleinanlegern im Internet. 

Als eine immer größere Gruppe dieser Kleinanleger seine Strategie umsetzen und GameStop Aktien kauften, kam ein ein Hype in Gang, der den Wert von GameStop um das 40fache ansteigen ließ, Keith Gill zum Millionär machte und milliardenschwere Hedgefonds an den Rand der Insolvenz brachte. Letztere konnten nicht – wie erwartet – billigere Aktien einkaufen, sondern mussten ein vielfaches dafür bezahlen, um ihrer Verpflichtung nachzukommen, die bereits verkauften Aktien auszugeben. Sie waren gefangen. 

Das ermutigte wiederum weitere Kleinanleger auf den Zug aufzuspringen – eine Dynamik, die nur dadurch aufgehalten werden konnte, dass die Anlage-Apps irgendwann den Kauf von GameStop Akten abschalteten. 

Welche Leadership Lektionen stecken in dieser Aktion?

Leadership-Lektionen aus Sage um die GameStop Aktie.

Keith Gill hat seinen Einfluss vergrößert und damit Leadership ausgeübt indem er

  1. mit Hilfe der technologischen Möglichkeiten eine solide Strategie entwickelte; 
  2. eine Vision formulierte (Den Hedgefonds eine Lektion erteilen und dabei reich werden, indem möglichst viele Kleinanleger die GameStop Aktie kaufen);
  3. mutig voran ging – auch als er verlacht wurde;
  4. Fortschritte sichtbar machte und aktiv kommunizierte

Übrigens habe ich bis heute gemischte Gefühle zu der ganzen Sache. Diese Aktion hätte um ein Haar den nächsten Börsencrash ausgelöst und damit jede Menge Existenzen vernichtet. Das ist allerdings eine andere Diskussion. Lasst uns bitte – wie immer – nur das Gute behalten. 

Die Frage der Woche: 

Wie möchtest du die oben genannten Leadership Prinzipien anwenden, um ein Problem in unserer Welt zu lösen? 

Tipp der Woche:

Die ganze GameStop Aktien Geschichte wurde nur möglich, weil es inzwischen Apps zum Handeln an der Börse und Austausch-Plattformen im Internet gibt, wo jeder von uns tausende von Menschen mit seiner Vision erreichen kann. Lasst uns diese Werkzeuge kennenlernen und für Leadership im besten Sinne nutzen. 

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Was im Leben zählt.

Was zählt im Leben?

Manchmal, besonders wenn meine Tage vollgepackt sind mit Terminen, trifft diese Frage mich unvermittelt. Auf einmal ist sie da und ich bekomme sie nicht mehr aus meinem Kopf heraus. 

Gleichzeitig erscheinen auf dem Bildschirm meines MacBooks ständig neue Nachrichten, die mit einer gewissen Dringlichkeit vermitteln, unglaublich wichtig zu sein. 

  • Ein neues Marketing-Werkzeug – ist das wirklich wichtig?
  • Die neuen Corona Zahlen – sind sie wirklich wichtig?
  • Aktuelle Entwicklungen rund um den amerikanischen Präsidenten – sind sie wirklich wichtig?
  • Der dringende Gesprächswunsch eines Kunden – wie wichtig ist das in diesem Moment?

Ja, irgendwie ist das schon alles wichtig. Diese Dinge komplett zu ignorieren, wäre keine gute Strategie. Gleichzeitig bin ich mir aber sicher, dass keines dieser Themen mich eines Tages beschäftigen wird, wenn ich kurz vor meinem Tod auf mein Leben zurückblicke. 

Das Leben vom Ende her betrachten ist eine hilfreiche Perspektive, um zu klären was im Leben zählt. 

Wir entdecken was im Leben zählt, wenn wir das Ende im Blick haben. 

Das erste Mal habe ich diesen Gedanken bei Steven Covey so klar formuliert gefunden. Er nannte sein zweites Prinzip der Selbstführung „Begin with the End in Mind“. Dafür hat er eine Übung empfohlen, die mir mein Coach vor vielen Jahren zur Aufgabe machte: 

Schreibe deine eigene Grabrede aus Perspektive der 3 Menschen, die dir am nächsten stehen. 

Dabei kamen bei mir berufliche Themen nur am Rande vor und Politik erschien in diesen Reden überhaupt nicht. Meine Beziehungen und mein Charakter waren im Fokus. Ich möchte, dass meine Lieben sich einmal an Momente erinnern, in denen ich für sie da war und in denen ich Perspektive, Hoffnung und ganz praktische Dinge geschenkt habe. 

Die Perspektive vom Ende ist jedoch nicht das einzige, was im Leben zählt. Es gibt noch einen anderen Aspekt, der mir vor allem dann klar wird, wenn es völlig ruhig um mich wird: Das leise Flüstern der Seele.

Unsere Seele sagt uns, was im Leben zählt. 

Was nützt es, wenn wir äußerlich – auch vom Ende her gesehen – ein gutes Leben hatten, wenn es es uns auf dem Weg dorthin nicht gut gingt?

Am deutlichsten wird tritt dieser Aspekt bei vielen von uns abends – in dem Moment kurz vor dem Einschlafen – hervor. Fühlst du dann Frieden? Kommen deine Gedanken zur Ruhe? Oder musst du deine lauten Gedanken womöglich sogar mit Alkohol oder Medikamenten zur Ruhe zwingen?

In unserer Seele kommt auf erstaunliche Weise unser ganzes Leben zusammen. 

Dort spüren wir die Auswirkungen davon, wie wir mit unserem Körper umgegangen sind: Ob wir genügend Bewegung, Schlaf und gutes Essen hatten. 

Dort spüren wir die Auswirkungen davon, wie wir mit unseren Geist umgegangen sind: Ob wir Gutes gelernt haben. 

Dort spüren wir die Auswirkungen unserer Beziehungen: Ob wir uns selbst zu wichtig genommen haben, oder ob wir uns in den Dienst der menschlichen Gemeinschaft gestellt haben. 

Vielleicht möchtest du eine Herangehensweise, die mir dabei hilft, auch mal ausprobieren:

Im Gebet oder beim Tagebuchschreiben bekomme ich manchmal wertvolle Hinweise dazu, was meine Seele braucht. Wenn ich dieser Stimme gut zuhöre, stellt sich ein Frieden ein, den ich auf andere Art noch kaum gefunden habe.

Damit dieser Frieden uns auch im Alltag erhalten bleibt, müssen wir uns nochmals kurz mit den „Möchtegern-Wichtigkeiten“ des Lebens beschäftigen. Wir kommen nicht daran vorbei, unser Verhältnis zur Zeit zu hinterfragen. 

Wir erleben, dass das Leben zählt, wenn wir unsere Zeit wert-schätzen. 

Wir wollen den Dingen Raum geben, die im Leben zählen. Richtig? Ich habe noch niemanden getroffen, der nicht zumindest theoretisch diesen Wunsch hat. Die meisten von uns geben aber irgendwann enttäuscht auf, weil wir es nicht schaffen, diesen Wunsch mit der Praxis unserer Alltagsanforderungen in Einklang zu bringen. 

Ein neues Verständnis von Zeit hat mir diesbezüglich sehr geholfen. 

Die Uhren ticken bei uns allen mit derselben Geschwindigkeit. Trotzdem erleben wir Zeit mal schneller und mal langsamer. Diesen Aspekt können wir uns zunutze machen. Wenn wir unter Zeitdruck sind, haben wir das Gefühl, dass die Zeit schneller vergeht. Wenn wir in Ruhe unterwegs sind, ist alles entspannter. Die Herausforderung besteht also darin, jeden vermeidbaren Zeitdruck zu eliminieren. 

Dafür gibt es drei Regeln:

  1. Nur Dinge tun, die uns wichtig sind
  2. Nur mit Dingen beschäftigen, an denen wir selbst etwas ändern können.
  3. Aufgaben in Blocks bearbeiten.  

Wenn wir diese drei Regeln auf die tausend Dinge anwenden, die täglich auf unseren Schreibtisch und in unser E-Mail Postfach kommen, haben wir plötzlich viel mehr Zeit für die Dinge, die uns wirklich wichtig sind. 

Ich hoffe, dass dieser Impuls dir dabei hilft, immer mehr das Leben zu leben das du dir wünschst und das dich dorthin bringt, wo du wirklich hin möchtest. 

Wenn du beim Thema Zeit gerne noch tiefer einsteigen möchtest, kannst du das mit diesem Video tun: 

Das Buch von Daniel Pink, das ich im Video erwähne: WHEN.

Gerne kannst dich (links) auch zu meiner Montagsmail anmelden, um jeden Montag einen kurzen Impuls für zum Gestalten der neuen Woche zu bekommen.