Strategien zum GESTALTEN STATT JAMMERN im Business

Im aktuellen Video von GESTALTEN STATT JAMMERN gebe ich einen kleinen Einblick in das Buch „GETTING EVERYTHING YOU CAN OUT OF ALL YOU HAVE“ von Jay Abraham.

Dieses Buch ist ein Master-Kurs in Business Coaching für weniger als 20 Euro.

Es ist ein Spiegel für Unternehmer und jeden, der seine Möglichkeiten besser nutzen möchte. Dazu gehören Strategien für Marketing, Vertrieb, Verhandlungen, Networking, das Gewinnen von Empfehlungen usw.

In einem ständig wachsenden Artikel habe ich eine Liste von Büchern zusammengestellt, die vor allem für Geschäftsführer und Unternehmer interessant sind: https://arminruser.com/buecher-fuer-geschaeftsfuehrer-unternehmer/. Eigentlich lohnt sich ein Blick in diese Liste aber für alle Menschen, die GESTALTEN möchten.

Die komplizierte, verstörende, begeisternde Realität.

Wie entzündet sich fast jeder Streit? In meiner Erfahrung ist es eine unterschiedliche Wahrnehmung der Realität.

Der eine sagt etwas aufgrund seiner Wahrnehmung; der andere versteht es auf Grundlage seiner eigenen Wahrnehmung anders und boooom: schon fühlt sich der erste falsch verstanden – was tatsächlich ja auch der Fall ist ? – und der zweite fängt an, seine Position zu verteidigen ? und dann … ???.

[Tweet “Das, was wir als Realität bezeichnen, ist bei etwas genauerem Betrachten gar nicht die Realität sondern unsere Interpretation dessen, was wir von der Realität wahrnehmen.”]

Ich würde nicht so weit gehen und daraus schließen, dass es keine Realität gibt. Diese Erkenntnis sollte uns aber demütig machen, weil auf dem Weg von der tatsächlichen Realität über unsere Wahrnehmung und durch unser Denken ziemlich viele Störfaktoren mitspielen.

Wie viele Konflikte wären schon lange beendet oder wären nie aufgekommen, wenn die Beteiligten ihre eigene Wahrnehmung der Wirklichkeit weniger absolut sehen würden?

Was hilft bei der Betrachtung der Realität?

Die Sache mit der Realität ist also irgendwie kompliziert. Ich möchte es deshalb so einfach wie möglich machen und drei konkrete Tipps geben, mit denen wir der Realität näher kommen können:

Zuhören!

… dazu gehört, den Mund zu halten.

Hinsehen!

… dabei hilft es, seine eigene Brille (Persönlichkeit, Geschichte, …) zu kennen.

Nachdenken!

… dafür brauchen wir Zeit!

Wie reagieren wir auf die Realität?

Wir haben uns also Zeit genommen, zuzuhören, hinzusehen und nachzudenken und uns damit ein Bild von der Realität gemacht.

Nicht vergessen: es ist Immer noch unser subjektiver Blick auf die Realität!

Jetzt sind wir herausgefordert, damit etwas zu machen.

Mir helfen dabei einige Grundentscheidungen, die ich getroffen habe. Unabhängig davon, ob mir die Realität gefällt oder nicht, möchte ich:

  • Mich nicht von der Liebe abbringen lassen;
  • gestalten statt jammern;
  • klar kommunizieren.

Wenn uns gefällt, was wir sehen, ist es meistens einfach. Aber wenn es uns eben nicht gefällt, dann können diese 3 Punkte ganz schön schwierig sein.

Das mit der Liebe ist für mich der herausforderndste Punkt. Deshalb muss ich mich dafür schon morgens vorbereiten. Ich brauche einen guten Tagesstart bei dem ich nicht direkt in die ToDo’s springe oder mich von Social Media und den Problemen dieser Welt einnehmen lasse. Statt dessen nehme ich mir Zeit für Sport, Stille, Gebet und wenn möglich ein gutes Frühstück. Das hilft mir dabei, mich daran zu erinnern, dass ich selbst geliebt bin und dass ich aus diesem Bewusstsein heraus auch andere lieben kann.

Über das Gestalten kommuniziere ich ziemlich viel. Das tue ich nicht nur, um andere zu inspirieren, sondern auch, um mich selbst daran zu erinnern. Ich habe mir auch ein T-Shirt bedrucken lassen, auf dem #gestalten statt jammern geschrieben steht. Selbst wenn ich dieses T-Shirt unter meinem Hemd trage, bewahrt es mich tendenziell vor dem Jammern und lässt mich den aktiven Weg wählen.

Wenn mich etwas nervt, tendiere ich zum Rückzug. Rückzug hilft aber niemandem und vor allem versteht dann keiner, was eigentlich los ist. Es ist für alle Beteiligten (mich inklusive) viel zielführender, wenn ich meine Wahrnehmung der Realität kommuniziere und zum Ausdruck bringe, was mir nicht gefällt und wie ich es statt dessen gerne hätte.

Wie prägen wir die Realität? Eine Jobbeschreibung für Unternehmer.

Wenn Realität subjektiv ist, dann können wir uns das auch zunutze machen. Genau das tun Unternehmer! Sie schauen sich die Welt an und kommen in einem Bereich zu dem Schluss, dass die Realität, die sie sehen, nicht der Realität entspricht, wie sie ihrer Meinung nach sein sollte. Dann krempeln sie die Ärmel hoch und machen sich an die Arbeit, um diesen für sie unbefriedigenden Zustand zu ändern.

Jobbeschreibungen für Unternehmer gibt es bereits ziemlich gute, deshalb möchte ich hier keine neue erfinden. Statt dessen habe ich das Buch CRUSHING IT! von Gary Vaynerchuk aus dem Regal gezogen. Zum zweiten Mal (insgesamt hat er mehr Bücher geschrieben) geht er intensiv darauf ein, was Unternehmer tun sollten, um erfolgreich zu sein und nennt 7+1 „Essentials“ also Kernelemente:

  1. intent (Absicht)
  2. authenticity (Authentizität)
  3. passion (Leidenschaft)
  4. patience (Geduld)
  5. speed (Geschwindigkeit)
  6. work (Arbeit)
  7. attention (Aufmerksamkeit)
  8. content (Inhalte)

1. intent (Absicht)

So wichtig es ist, wie wir die Dinge machen – ohne ein starkes WARUM wird es bald schwierig werden. Interessanter Weise ist das WARUM nicht nur für die Motivation des Unternehmers selbst wichtig, sondern auch für die Kunden. Mit dem WARUM sind wir auch mitten im Kern dieses Artikels, denn es besteht meistens genau aus der wahrgenommen Diskrepanz dessen, wie wir die Realität wahrnehmen und wie wir sie auf der anderen Seite gerne hätten. Unsere Absicht sagt aber auch etwas über uns selbst aus; darüber wie wir uns positionieren, um ein von uns wahrgenommenes Problem zu lösen.

Wenn wir mit einer ehrlichen Absicht – einem klaren WARUM – auf dem Markt auftauchen und damit zeigen, dass wir uns wirklich um eine Sache kümmern (engl. CARE), haben wir eine starke Ausgangsposition.

2. authenticity (Authentizität)

Wir brauchen Mut, um uns wirklich zu zeigen. Auf Grundlage unserer Absicht haben wir jedoch etwas Inspirierendes zu zeigen und das sollten wir auch tun. Wichtig ist, dass wir das ehrlich und mit Fingerspitzengefühl tun. Wie lernt man das ?

… die Antwort könnte bei Gary Vaynerchuk auf so ziemlich jedes Thema angewendet werden: Indem man es tut!

3. passion (Leidenschaft)

In einem Interview wurde Gary gefragt, wie er es schafft, jeden Tag leidenschaftlich zu sein.

Seine Antwort war: „Wie kann ich nicht leidenschaftlich sein?“ „Ich habe das unglaubliche Glück, am Leben zu sein! Ich lebe in einer Welt, die so viele Möglichkeiten bietet wie noch nie! Ich kann jeden Tag tun, was absolut meiner Persönlichkeit entspricht! Wie kann ich nicht leidenschaftlich sein? Wie kannst du nicht leidenschaftlich sein?“

4. patience (Geduld)

Diese Eigenschaft würde man oberflächlich betrachtet einem Unternehmer am wenigsten zuschreiben. Gleichzeitig ist sie absolut zentral. Dinge brauchen Zeit. Toni Robbins sagt: „Wie überschätzen regelmäßig was wir an einem Tag tun können, aber wir unterschätzen was wir in einem Jahr oder in 10 Jahren tun können!“.

5. speed (Geschwindigkeit)

Wie passt Geschwindigkeit mit Geduld zusammen?

Gary V.’s Antwort: Geduld brauchen wir, wenn es um langfristige Dinge geht. Geschwindigkeit brauchen wir, wenn es um kurzfristige Dinge geht.

Bei vielen Entscheidungen ist vor allem wichtig, dass wir sie überhaupt treffen. Eine falsche Entscheidungen lässt sich oft schnell wieder ausbügeln – eine nicht getroffene Entscheidung lähmt alle Beteiligten.

6. work (Arbeit)

Menschen, die etwas Erstrebenswertes erreicht haben, haben immer hart dafür gearbeitet. Daran gibt es keinen Weg vorbei.

7. attention (Aufmerksamkeit)

Wo ist die Aufmerksamkeit der Menschen? … und wie können wir diese Aufmerksamkeit für unser Angebot oder Anliegen gewinnen? Das ist die Frage, die Unternehmer sich ständig stellen müssen!

8. content (Inhalte)

Der Bedeutung von Inhalten hat Gary Vaynerchuk in diesem neuen Buch ein komplettes Kapitel gewidmet. Die Inhalte, die wir publizieren, machen all die oben genannten Punkte für Menschen greifbar, die sich über unsere Arbeit informieren wollen. Dabei geht es nicht nur um treffende Angebotskommunikation sondern auch darum, Menschen am ganz normalen Alltag und eben auch an unseren Gedanken und Absichten teilhaben zu lassen.

Natürlich gibt es noch viel darüber zu sagen, was ein Unternehmer so alles tun sollte, wenn er die Realität verändern und eine bessere Welt möglich machen möchte. Mit diesen 8 Punkten haben wir aber bereits einen guten Start.

Einen entscheidenden Punkt möchte ich aber noch hinzufügen:

Kaum ein Unternehmer kann alles selbst, was es für die erfolgreiche Führung eines Unternehmens braucht. Das hat Ernesto Sirolli in seinem Buch How to Start a Business & Ignite Your Life extrem gut herausgearbeitet. Er spricht von der Dreieinigkeit des Managements und meint damit, dass es in jedem Unternehmen die folgenden 3 Elemente in der obersten Führungsebene braucht:

  1. Produkt
  2. Marketing & Sales
  3. Finanzen

Normalerweise ist ein Unternehmer in ein oder zwei Bereichen selbst stark. In den anderen Bereichen braucht er unbedingt Ergänzung. Das kann am Anfang auch durch externe Unterstützung passieren (z.B. kann der Bereich Finanzen durch einen guten Steuerberater abgedeckt werden). Die meisten Unternehmen entstehen aus einer großen Leidenschaft für das Produkt bzw. die Dienstleistung heraus – sie scheitert also öfters an Marketing & Sales oder den Finanzen. Wenn wir nur schon mal im Blick haben, dass diese Bereiche wichtig sind und dass es eben immer alle DREI Facetten der Führung braucht, dann finden wir auch Wege, um das auf passende Weise in unser Unternehmen zu holen.

Unsere Welt bietet tatsächlich unfassbare Möglichkeiten und wenn uns etwas nicht gefällt, gibt es tatsächlich meistens einen Weg, zur positiven Veränderung beizutragen. Ich habe mich vor 10 Jahren auf diesen Weg gemacht und ich freue mich, wenn ich durch diesen Artikel oder durch Videos, Vorträge, Sparring-Angebote usw. dem einen oder anderen Mut machen kann, sich auch auf diesen Weg zu machen.

Für mehr Freiheit und Gerechtigkeit

Armin Ruser

Marketing auf den Kopf gestellt.

Woran denken Sie als erstes, wenn Sie den Begriff MARKETING hören?

Ihre Antwort variiert bestimmt – je nachdem aus welchem Blickwinkel Sie mit Marketing zu tun haben:

  • Marketing-Manager denken an Strategien und Kampagnen.
  • Unternehmensinhaber und Controller denken an ein Schwarzes Loch in dem das Geld verschwindet.
  • Wer Marketing vor allem aus dem Privaten kennt, denkt an TV-Werbung.
  • Andere denken an auffällige Schilder.langweilig
  • usw.

Das kling doch alles mehr nach einem notwendigen Übel als nach etwas Begeisterndem. Oder sind Sie anderer Meinung?

Weil auch Marketing-Leute lieber Sinnvolles tun, als Teil von einem notwendigen Übel zu sein und weil die rasante Entwicklung des Internets uns neue Möglichkeiten an die Hand gibt, haben sie Wege gefunden, das klassische Marketing komplett auf den Kopf zu stellen. Bestimmt sind Sie sogar schon mit solchem neuem Marketing in Berührung gekommen – Sie haben nur nicht gemerkt, dass es Marketing war.

Denken Sie einen Moment darüber nach, wo Sie sich heute über Angebote informieren …

Die überwältigende Mehrheit von uns tut das inzwischen online.

Und wonach suchen Sie dort?

interessantNach auffälligen Werbeschildern? Nein, natürlich suchen Sie nach informativen Texten, Grafiken und Videos. Richtig?

Suchmaschinen wie Google tun viel dafür, dass Sie die Websites finden, auf denen Sie die besten Antworten auf Ihre Fragen finden.

Diese Kombination aus einem wirklichen Bedarf von Kunden und der technologischen Unterstützung durch Suchmaschinen hat eine neue Form von Marketing nötig und möglich gemacht: Inbound-Marketing. Im Kern geht es dort darum, dass Unternehmen in einen Wettbewerb um die besten Inhalte einsteigen. Ist das nicht cool?

Weil Unternehmen wollen, dass ihre potenziellen Kunden auf ihrer Website statt auf der Website der Konkurrenz landen, stellen Sie möglichst hochwertige Inhalte bereit, die dann von Google und Co. positiv bewertet und leicht auffindbar gemacht werden.


OK – es gibt auch online noch das ALTE Marketing, das auch dort noch versucht mit Banner-Grafiken Aufmerksamkeit zu erheischen, aber das nervt mehr, als dass er irgendjemandem nützt.


Inbound-Marketing hat verschiedene Gesichter:

Dazu gehören Blogs (Texte, die Sie auf einer Website lesen), Videos, Podcasts, E-Books zum herunterladen, Webinare, usw.

Wenn Sie übrigens nach Ihrer E-Mail Adresse oder anderen Kontaktinformationen gefragt werden, um auf gewisse Inhalte fairzugreifen zu können, dann ist das ein Tausch, der vergleichbar ist mit einem normales Einkauf an der Ladentheke. Als Gegenleistung für wertvollen Content bezahlen Sie mit Ihrer Emailadresse statt mit Geld. Wenn beide Seiten ihren Teil liefern, ist das ein fairer Handel: Das Unternehmen liefert hochwertige Inhalte, der Kunde liefert seine korrekte Daten. Wenn das Unternehmen hingegen keinen Mehrwert liefert, ist das wie ein hartes Brötchen oder ein anderes Produkt in schlechter Qualität und Sie werden dort vermutlich nicht wieder „einkaufen“. Wenn der Kunde falsche Daten eingibt, dann ist das, wie wenn Sie im Laden mit Falschgeld bezahlen. Wundern Sie sich also nicht, wenn dies dazu führt, dass Sie dann irgendwann nicht mehr für vertrauenswürdig gehalten werden. Wenn Sie sich dagegen als vertrauenswürdige Geschäftspartner erweisen, geben Sie dem Unternehmen die Möglichkeit, Ihnen auch weiterhin Gutes zu tun und Sie mit wertvollen Inhalten und hochwertigen Angeboten zu versorgen.

So tragen auch Sie dazu bei, das klassische Marketing immer konsequenter auf den Kopf zu stellen:

Statt lauten Botschaften – gibt es dann wertvolle, leise Informationen.

Statt Werbeschildern – gibt es dann Inspiration.

Statt vielen Informationen im Gießkannenprinzip – gibt es dann punktgenaue Informationen.

Und die Unternehmen können das Geld, das sie früher für Massenwerbung ausgegeben haben, dafür einsetzen, Ihnen bessere Leistungen zur Verfügung zu stellen.

Ich persönlich finde diese neue Art des Marketings äußerst sympathisch und ich bin gespannt auf die weiteren Entwicklungen in diesem Feld. Lassen Sie uns die Möglichkeiten unserer Zeit für möglichst viel Gutes benutzen!