CreativeChange 2.0 #5: Entscheiden!

Entscheidungen prägen unser Leben.

Entscheidungen prägen unsere Unternehmen.

Wie entscheiden wir und welche Konsequenzen haben unsere Entscheidungen?

Darum geht es diese Woche bei Creative Change:

Wenn dieses Thema für dich gerade relevant ist, dann empfehle ich dir auch sehr den Blog Artikel: Nachdenken über Entscheidungen.

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Nachdenken: Über Entscheidungen! 

Nichts beeinflusst die Qualität unseres Lebens im Normalfall so sehr wie die Qualität unserer Entscheidungen. Deshalb möchte ich heute mal wieder intensiv über meine Entscheidungen und die Wege zu besseren Entscheidungen nachdenken.    

Entscheidungen waren letzten Freitag das Thema beim schweizerischen KMU-Tag in St. Gallen.  Die Frage danach, wie wir gut entscheiden können zog ca. 1.000 Unternehmer und Finanzvorstände auf das Olma Messegelände. Unternehmenslenker, wie sie hier versammelt waren, brüsten sich gerne mit ihrer Entscheidungsfreude. Über Investitionen und strategische Veränderungen wird gerne nachgedacht und munter entschieden. Wenn es dann jedoch persönlicher wird (zum Beispiel bei der Entlassung enger Mitarbeiter), oder wenn bei Entwicklungen, die man noch nicht so richtig versteht (zum Beispiel Künstliche Intelligenz, dann sind wir plötzlich ziemlich am Kämpfen und laufen Gefahr, wichtige Entscheidungen auf die lange Bank zu schieben. In der KMU-Tag Studie haben die Organisatoren das Entscheidungsverhalten der kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Schweiz abgefragt: http://kmu-tag.ch/sites/default/files/dateien/Studien/KMU_studie_2018.pdf

So wurde zum Beispiel deutlich, dass die meisten Befragten ziemlich zufrieden mit der Entscheidungskultur in ihren Unternehmen seien und dass die Entscheidungsqualität vor allem dann leidet, wenn zu viele Personen in Entscheidungen involviert sein müssen oder wenn Entscheidungen halbherzig getroffen werden.

Ein Leben im Autopilot.

Ehrlich gesagt habe ich den Eindruck, dass die meisten Menschen – anders als die meisten befragten Unternehmer es von sich behaupten – große Mühe mit Entscheidungen haben. Ich meine sogar beobachten zu können, dass viele Menschen überhaupt eher selten bewusste Entscheidungen treffen und Kurskorrekturen vornehmen. Statt dessen fliegen sie im Autopilot durch’s leben und erfüllen die Erwartungen von Eltern, Vorgesetzten, Nachbarn, Banken, usw.

Wenn ich jemandem davon erzähle, dass ich mein Leben aktiv plane, dann werde ich oft mit ungläubigen Augen angeschaut.

 

Das Ziel vor Augen.

Mein Leben hat eine völlig andere Dynamik, seit ich mit einer klaren Vision und definierten Zielen lebe. Die 7 Wege zur Effektivität waren dazu ein wertvoller Impuls und Leitfaden. Covey ermutigt dazu, vom Ende her zu denken und zu beschreiben, was andere an unserer Beerdigung über uns sagen sollen. Alle weiteren Entscheidungen und Weichenstellungen leiten sich dann von diesem Ziel ab. Später lernte ich auch die Übung „Mein perfekter Tag“ kennen, in der es darum geht, einen Tag von morgens bis abends durchzuplanen, wie wir ihn gerne hätten. Auch diese Übung hat mir sehr dabei geholfen, mein persönliches Bild von der Zukunft klarer vor Augen zu bekommen und von diesem klaren Bild aus entscheiden zu können.

In diesem Bereich gibt es jede Menge wertvolle Literatur, Kurse, Coaching und weitere Hilfestellungen. Entscheidend ist nicht der Weg, sondern dass wir das Ziel jederzeit klar vor Augen haben.

Genügend Zeit zum Gestalten.

Weil ich selbst bei der Umsetzung auch mit meinem klaren Ziel-Bild vor Augen immer noch an meine Grenzen kam, fing ich an, mit einem Coach zu arbeiten. Diesem Coach sende ich regelmäßig meine Planung für die nächsten Wochen und schaffe mir so eine Struktur, die mir hilft, mein Leben so zu gestalten, wie ich es für sinnvoll halte.

Anfangs habe ich immer nur die kommende Woche geplant. Das hat jedoch nur bedingt funktioniert, weil im Kalender für meine nächste Woche schon heute nur noch wenig Spielraum zum Gestalten ist. Für mich funktioniert das pro-aktive Planen nur, wenn ich mindestens 2 Wochen im Voraus plane.

Einfach machen!

Aber was ist, wenn wir nicht wissen, ob eine Veränderung wirklich möglich ist? Oder wenn uns ein Ziel zu groß erscheint? Oder wenn es im Vorfeld nicht möglich ist, genügend Informationen für eine kluge Entscheidung zu sammeln?

Move your ass, your mind will follow!

Oder: [Tweet “Mach es einfach!”]

Vieles verstehen wir erst, wenn wir uns aktiv auf den Weg machen. Wir müssen nicht immer alles im Voraus wissen und aus meiner Erfahrung heraus sind die Dinge dann gar nicht so kompliziert, wie sie einem vorher erscheinen. Das bedeutet allerdings nicht, dass es unbedingt leicht sein wird, den Weg zu gehen.

Gemeinsam ist besser als einsam.

Aber Entscheidungen haben oft auch etwas Furchteinflößendes. Wenn wir uns für etwas entscheiden, dann entscheiden wir uns gleichzeitig gegen etwas anderes – und schon kommen Verlustängste in’s Spiel. Mit den damit verbundenen Emotionen alleine klar zu kommen, ist nicht einfach. Gleichzeitig kann auch niemand alle Kompetenzen besitzen, die es braucht, um ambitionierte Ziele zu erreichen.

Dabei gibt es eine gute Nachricht: Wir müssen es gar nicht alleine schaffen! Wer Ziele erreichen möchte, die diese Welt zu einem besseren Ort machen, findet meistens auch Mitstreiter.

Wenn du für dein Projekt noch Partner oder Rat oder Ressourcen suchst, dann kannst du gerne das Kommentarfeld (unten) benutzen. Ich freue mich, wenn dieser Blog zu einer Plattform wird, die immer mehr Menschen dabei hilft, bessere Entscheidungen zu treffen und ihre Ziele zu erreichen.

Am Mittwoch gibt es übrigens den nächsten Impuls – als Video auf meinem Youtube-Kanal: Creative Change 

 

 

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Großartiger Einsatz für Freiheit! Freiheits-Freitag #10

In der letzten Woche haben die Organisationen A21 und IJM (International Justice Mission) beeindruckende Aktionen gegen Sklaverei und für Freiheit auf die Beine gestellt.


Lass uns den Freitag zu einem Tag der Freiheit machen!

Bitte teile dieses Video und erzähle deinen Freunden, dass es heute noch 40 Mio. Sklaven gibt und dass sie einen Beitrag leisten können, damit sich das ändert.

Alle Freiheits-Freitags-Videos findest du hier: Youtube-Kanal.

CreativeChange 2.0 #4: So gewinne ich neue Kunden!

Als Unternehmer dürfen wir viele Fehler machen, solange wir genug verkaufen.

Das war eine wichtige Lektion die ich von Andy Goldstein in meiner eigenen Anfangszeit als Unternehmer lernte.

[Tweet “Sales covers a multitude of sins!”]

Deshalb kommt kein Selbständiger und Unternehmer an diesem Thema vorbei. Im neuen Creative Change VLOG gibt es deshalb ein kleines Sales-Tutorial:

Ich arbeite mit dem Hubspot CRM.

… für mich passt das in Verbindung mit Gmail ziemlich gut und spart mir eine Menge Zeit. Wenn ein anderes Kundenmanagement für dich besser passt, ist das auch prima. Wichtig ist jedoch, dass du überhaupt eins hast!

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Mut für mehr Freiheit! Freiheits-Freitag #9

Heute gibt’s am Freiheitsfreitag einen Buchtipp:

In der zweiten Ausgabe des Mutmacher Buches von Sabine Langenbach, das sie mit Dirk Eckart und Walter Stuber herausgebracht hat, wird auch die Geschichte von MADE IN FREEDOM erzählt.


Lass uns den Freitag zu einem Tag der Freiheit machen!

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Alle Freiheits-Freitags-Videos findest du hier: Youtube-Kanal.

CreativeChange 2.0 #3: Warum ist meine Arbeit wertlos? 

Warum ist meine Arbeit wertlos?

Vielleicht hast du dir diese Frage auch schon gestellt!?

Wir wollen mit unserer Arbeit ja Wert bringen, deshalb ist es ziemlich schmerzhaft, wenn uns das nicht gelingt. Wann Arbeit ihren Wert entfaltet und was wir dafür tun können,  darum geht es im neuen Creative Change VLOG:

Wenn dich dieses Thema interessiert, empfehle ich dir, auch den Artikel vom Montag zu lesen, in dem ich über das selbe Thema nachgedacht habe: Nachdenken: Über den WERT der Arbeit.

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Nachdenken: Über den WERT der Arbeit.

Wenn wir viel Arbeiten, ist das schon mal nicht schlecht. Das bedeutet aber leider noch nicht, dass wir viel WERT bringen. Die Frage nach dem wirklichen WERT unserer Arbeit kann schmerzhaft sein – aber auch WERTVOLL.

Über den Wert der Arbeit wird meistens durch die politische Brille geschrieben und diskutiert. Tatsächlich ist es ja auch eine berechtigte Frage, ob die extremen Unterschiede in der Vergütung unterschiedlicher Berufe wirklich so berechtigt sind. Auch die Diskussion über ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen stellt Werte-Fragen, denen wir uns als Gesellschaft stellen müssen. Ich möchte in diesem Artikel aber bewusst einen anderen Aspekt betonen: Den Wert meiner eigenen Arbeit im Sinne von Investition und Ergebnis.

Die Grundsatzfrage, die sich über alle Disziplinen erstreckt, wenn wir über WERT sprechen, bleibt jedoch dieselbe: Was ist uns wertvoll, kostbar oder eben etwas wert? (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Wert_(Wirtschaft)).

 

Wann hat etwas einen WERT?

In der Ökonomie bekommt etwas dann einen Wert, wenn es jemand besitzen möchte.  Wenn die Nachfrage steigt, steigt normalerweise auch der monetäre Wert eines Gegenstandes oder einer Dienstleistung. Oder auch wenn das Angebot zurückgeht.

Das ist aber nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Tatsächlich spielen nämlich zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle: Die Geschichte hinter einem Gegenstand oder einer Dienstleistung ist uns meistens noch wichtiger als der theoretische Wert, ermittelt aus Angebot und Nachfrage.

  • Welche Geschichte erzählt das Produkt? (Wo wurde es hergestellt? Wer hat es erfunden? Welche Bedingungen erleben die an der Produktion beteiligten Arbeiter?)
  • Welche Geschichte erzähle ich mit meinem Kauf und dem Gebrauch eines Produkts?
  • Welche Gruppenzugehörigkeit kommuniziere ich durch ein Produkt?
  • Welchen Status vermittelt der Kauf und die Nutzung eines Produkts?

All diese Faktoren erzählen eine Geschichte und erhöhen bzw. reduzieren damit den wahrgenommen Wert eines Angebots. Bestimmt spielen hier noch zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle. Kurz kann man jedoch sagen, dass etwas einen WERT für uns hat, wenn wir dadurch etwas bekommen, das uns wichtig erscheint.

 

Wann hat Arbeit einen WERT?

Wieviel WERT geleistete Arbeit hat, sehen Arbeitgeber und Arbeitnehmer klassischer Weise ziemlich unterschiedlich. So haben die meisten Angestellten das Gefühl, zu wenig Geld für ihre Arbeit zu bekommen. Sie fühlen sich finanziell nicht ausreichend ge-wert-schätzt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn der Arbeiter sich besonders anstrengt und besonders viele Stunden leistet.

Für seinen Chef sieht die Rechnung jedoch etwas anders aus. Für ihn zählt weniger die Anstrengung des Arbeiters, sondern wie viel Geld durch die geleistete Arbeit erwirtschaftet wurde. Damit wird auf einmal bedeutend, wie viel Wert für den Kunden durch die geleistete Arbeit entstanden ist. Und das hängt wiederum von einer ganzen Menge Faktoren ab, auf die der Arbeiter oft nur bedingt Einfluss hat, wie wir im ersten Abschnitt schon gesehen haben.

 

Wann hat meine Arbeit einen WERT?

Ich bin mit meiner Arbeit als Unternehmer in einer Zwischen-Situation. Ich investiere viel Zeit und strenge mich an – so wie der Arbeitnehmer. Gleichzeitig bekomme ich nur Geld, wenn jemand bereit ist, für das Ergebnis meiner Arbeit zu bezahlen. Es zählt also vor allem der Wert, den der Kunde durch meine Arbeit als wertvoll erachtet.

Von Andy Stanley habe ich das Konzept der „Spannungen, die wir nicht auflösen dürfen“ gelernt. Genau in diese Kategorie gehört für mich die Frage, welche Arbeit jetzt tatsächlich einen WERT hat. Ja, allein schon durch die Leistung die ich erbringe, hat meiner Arbeit wert. Gleichzeitig werde ich am Ende des Monats keine Rechnungen und keine Gehälter bezahlen können wenn durch meine Arbeit kein Wert entsteht, der von Kunden erkannt wird und für den Menschen bereit sind, Geld zu bezahlen.

[Tweet “Wie kann ich mehr WERT schaffen?”]

Das ist die entscheidende Frage, die wir alle uns stellen sollten. Egal ob wir Angestellte, Selbständige oder Unternehmer mit vielen Mitarbeitern sind.

Die Antwort finden wir auf zwei Ebenen:

  1. Wir sind herausgefordert, uns anzustrengen, hart zu arbeiten und aus unseren Begabungen wirkliche Fähigkeiten zu machen.
  2. Wir sind herausgefordert, maximalen Wert zu schaffen. Dazu gehören:
  • Durchdachte Geschäftsmodelle
  • Das Durchhalten bis ein Projekt wirklich abgeschlossen ist (ein 80 % abgeschlossenes Projekt hat oft noch 0 % Wert für den Kunden – ein zu 80 % repariertes Auto z.B.)
  • Kommunikation des geschaffenen Wertes, damit der reale Wert auch zu einem wahrgenommenen Wert wird. (Darum geht es übrigens bei unserer Arbeit mit ahavideos.com)

 

Allein das Bewusstsein dessen, dass meine Arbeit wertvoll ist und dass es bei meinem Tun immer darum gehen muss, WERT zu schaffen, hat mein Leben verändert. Wenn du dich dieser Herausforderung in aller Konsequenz stellst, kann ich dir versprechen, dass es auch dein Leben verändern wird.

Die Fortsetzung dazu folgt am Mittwoch im Creative Change VLOG: https://www.youtube.com/channel/UCBWV46Eo0Ie57tsZ80BBOHw

… am besten gleich abonnieren!

Ich stelle mich dort jede Woche der Herausforderung, mit meiner Arbeit den größtmöglichen WERT zu bringen!

Schönheit & Funktion: CreativeChange 2.0 – VLOG 2

Warum funktionieren manche Dinge einfach nicht? Und was hat das mit unserem Wochenthema “Schönheit” zu tun?

Darum geht es im neuen Creative Change VLOG:

Wie machst du dein Leben, dein Business, dein Projekt wirklich schön? Und was bedeutet es in eurem Umfeld, ehrlich und natürlich zu gestalten?

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Nachdenken: Über Schönheit!

Wann nehmen wir uns schon mal Zeit, über Schönheit nachzudenken?

JETZT! 🙂

Meine persönliche Geschichte mit Schönheit.

Wenn ich als Kind von einem Ausflug nach Hause kam, fragte mich meine Mutter manchmal: „War’s schön?“

Dann erzählte ich ihr ganz selbstverständlich, was an dem Ausflug „schön“ war. Das ein oder andere Mal versuchte ich mich allerdings mit einer kleinen Lüge aus der Situation zu verabschieden und antwortete einfach mit „Ja“. Was eigentlich „Nein, bitte frag nicht weiter!“ bedeutete. Nämlich immer dann, wenn es „nicht so schön“ war.

Damals war der Schönheits-Begriff noch einfach. Inzwischen denke ich, dass er auch äußerst zutreffend war. Später kam ich in den schulischen Kunstunterricht und ich fühlte mich, wenn’s um Schönheit ging, einfach furchtbar inkompetent. Andere Schüler wurden für ihren guten Geschmack für das Schöne und ihre schönen Zeichnungen, Gemälde, etc. gelobt. Mein Ziel in Sachen Schönheit wurde zunehmend, mich mit einer 4 im Zeugnis heraus zu retten. Klar, gab es auch schöne Mädchen, aber da ich mich nicht zu der In-Gruppe zählte, war auch diese Art von Schönheit emotional für mich nicht nur positiv besetzt.

Mit 16 Jahren kaufte ich mir ein schönes Moped und ein paar Jahre später ein schönes Motorrad. Im Mai 1999 übersah mich eine Autofahrerin, als ich mit diesem Motorrad unterwegs war – schöne Bescherung.

Wie ist das Wort SCHÖNHEIT für dich besetzt?

Löst es ungetrübt positive Gedanken bei dir aus oder geht es dir ein wenig wie mir und du kämpfst ein wenig mit den schmerzhaften Erfahrungen, die du in deinem Kopf damit verbindest?

 

Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

Vielleicht denkst du auch: Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

Im Juni besuchte ich eine Konferenz, auf der es 4 Tage lang nur um Schönheit ging. Mein Kunstlehrer hätte wahrscheinlich nie für möglich gehalten, dass ich mich einmal zu so einer Konferenz anmelden würde. Tatsächlich ist mir die Entscheidung für eine Konferenz noch nie so leicht gefallen wie die Anmeldung zur SCHØN.

In seinem Leidenschaftlichen Vortrag über Schönheit stellte sich Stefan Sagmeister vehement gegen diese Aussage, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegen würde. Er vertrat hingegen äußerst überzeugend die These, dass es Prinzipien der Schönheit gibt, die überall auf der Welt gelten. Manche Formen und Farben empfinden die meisten Menschen einfach als schöner als andere.

Welche Form gefällt dir am besten?

Das sind nicht ganz die identischen Formen, die Sagmeister in seinem Vortrag benutzte. Ich kann mich auch nicht mehr genau an die Farben erinnern, die er zur Wahl stellte. Aber wir nehmen einfach mal eine Auswahl, die den Kerngedanken widerspiegelt:     

Welche dieser Farben gefällt dir am besten?

Die meisten Menschen können ohne viel Mühe die Farben und die Formen in eine klare Reihenfolge bringen. Wir kommen später nochmals darauf zurück. Die Statistiken sind auf jeden Fall überzeugend darin, dass es Präferenzen gibt, die sich auf der ganzen Welt wiederfinden.

Ungeachtet dessen, was dieses Präferenzen sind, legte Stefan Sagmeister den Finger in eine Wunde, an deren Heilung wir dringend arbeiten sollten:

[Tweet “„Das Gegenteil von Schönheit ist Wurstigkeit. Etwas ist hässlich, weil es jemandem Wurst war, wie es gestaltet wird.“ – Stefan Sagmeister]

An dieser Stelle machte es KLICK in meinem Denken …

 

Meine neue und eigenwillige Perspektive auf Schönheit.

Dass ich mich voller Freude bei einer Konferenz anmelde, von der ich mir erhoffe, neue Gedanken über Schönheit zu bekommen, verdanke ich wesentlich meinen Freunden und Mitarbeitern der letzten Jahre.

Weil ich relevant kommunizieren wollte, gründete ich das Unternehmen ahavideos.com und hatte plötzlich jeden Tag mit Designern zu tun. Guter Umgang prägt – deshalb beschäftigte ich mich selbst zunehmend mit Design. Wie beim Lernen einer Sprache bekam ich immer mehr Freude an schönem Design. Wie ein Sprachlehrling, der irgendwann über das Pauken von Vokabeln hinauswächst und die ersten bedeutsamen Gespräche führen kann. Irgendwann entsteht eine sich selbst positiv verstärkende Dynamik: Es fällt mir jetzt leichter, die Sprache des Designs zu verstehen, ich lerne neue Designer kennen und diese bringen mir wieder neue Elemente ihrer Sprache bei.

Als ich den Vorträgen über Schönheit zuhörte, bekamen meine Gedanken irgendwann eine Eigendynamik, mit der ich vielleicht der einzige unter den hunderten von Zuhörern war. Sie gingen etwa so: „Das Gegenteil von Schönheit ist Wurstigkeit.“ … das trifft ja auch auf Business-Modelle zu. Viele Unternehmen bleiben weit unter ihren Möglichkeiten, weil die Unternehmer sich nicht die Zeit nehmen, so lange über ihr Business nachzudenken, bis das Geschäftsmodell schön ist. Und viele Künstler um mich herum leiden darunter, dass sie nicht gut für ihre Arbeit bezahlt werden –  in ihrem Umgang mit Kunden, Finanzen, usw. kommt mir ihr Verhalten ziemlich wurstig vor.

Könnte es sein, dass hier eine Schönheit verborgen ist, über die es sich lohnen würde, weiter nachzudenken …?

 

Die Fortsetzung meiner persönliche Geschichte mit Schönheit.

Wenn ich heute von der Arbeit nach Hause komme, fragt meine Frau machmal: „War’s schön?“

Auch wenn es mir immer noch nicht leicht fällt, bin ich heute etwas ehrlicher mit den nicht so schönen Erlebnissen. Wenn die Früchte meines Nachdenkens und Arbeitens sich jedoch gelohnt haben, und wir wieder einen neuen Auftrag oder ein interessantes Projekt zustande gebracht haben, dann kann ich fröhlich von meiner schönen Erfahrung erzählen. Ich fühle mich dann natürlich, authentisch, fröhlich und bin dankbar, dass Schönheit in jedem Bereich unseres Lebens möglich ist. Sie wird überall dort sichtbar, wo wir die Wurstigkeit überwinden und uns den vorhandenen Herausforderungen wirklich stellen.

 

Ein Teil der Auflösung.

Ich verrate nicht, welche Form und welche Farbe weltweit an erster Stelle stehen und von den meisten Menschen auf der Welt gemocht wird. Noch eindrücklicher als den Gewinner fand ich nämlich den Verlierer in dieser Statistik.

Kannst du’s erraten?

Es ist das braune Rechteck.

… was mich vor die Frage stellt, warum wir dann überall auf der Welt bis heute braune Rechtecke bauen?

      

Wie können wir diese Welt gestalten, dass sie freier wird? Freiheits-Freitag #7

Seit 7 Wochen veröffentliche ich jeden Freitag ein Video mit Gedanken zu Freiheit.

Hintergrund ist, dass ich vor einigen Jahren auf den untragbaren Zustand moderner Sklaverei aufmerksam wurde. Das ist kein kleines Problem, denn aktuell leben 40 Millionen Menschen in einer Form von Zwangsarbeit. Viele davon in der Prostitution.


Lass uns den Freitag zu einem Tag der Freiheit machen!

Bitte teile dieses Video und erzähle deinen Freunden, dass es das Problem der Sklaverei gibt und dass wir etwas dagegen tun können!