Erfolg und Motivation in Zeiten der Veränderung

Ich mag nicht mehr! Wo ist meine Motivation?!

Kennst du das?

Die hochgepriesene „völlig intuitive“ Software tut einfach nicht, was sie soll bzw. was du willst.

Der neue Mitarbeiter scheint von einem anderen Stern zu kommen. Wer hat den bloß eingestellt?

Und die aktuellen Zahlen spotten jeglicher Prognose – was weder deinen Chef noch dich selbst glücklich macht.

Als du angefangen hast, dachtest du, in dem neuen Job könntest du die Welt verändern. Tatsächlich bist du gerade froh, wenn du den Tag irgendwie überlebst. 

Sehe dir sich dieses Video an, wenn die Veränderungen in deinem Umfeld dir gerade auf die Motivation schlagen:

Wir leben  in einer Zeit von krassen Veränderungen. Und in einer Welt in der sich alles verändert, müssen sich auch unsere Berufe verändern. Geschäftsmodelle die gestern noch super funktioniert haben, funktionieren heute gar nicht mehr. Wir leben mit der ständigen Veränderung und viele von uns fangen deswegen an zu jammern. Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist, sich selbst immer wieder in den „gestalten-Modus“ zu bewegen. Deshalb startet heute eine Serie, in der ich in jedem Video über einen Aspekt von Motivation sprechen werde. Ich möchte erreichen, dass ihr euch von der Veränderung nicht entmutigen lasst. Lasst uns in den Zeiten der Veränderungen in denen wir stehen, gestalten anstatt zu jammern!

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Gerne begleite ich dich persönlich bei der Umsetzung deiner Projekte und Veränderungsprozesse.

Du kannst dir zum Beispiel hier mein Sparring-Angebot ansehen: https://arminruser.com/sparring/

CreativeChange 2.0 #3: Warum ist meine Arbeit wertlos? 

Warum ist meine Arbeit wertlos?

Vielleicht hast du dir diese Frage auch schon gestellt!?

Wir wollen mit unserer Arbeit ja Wert bringen, deshalb ist es ziemlich schmerzhaft, wenn uns das nicht gelingt. Wann Arbeit ihren Wert entfaltet und was wir dafür tun können,  darum geht es im neuen Creative Change VLOG:

Wenn dich dieses Thema interessiert, empfehle ich dir, auch den Artikel vom Montag zu lesen, in dem ich über das selbe Thema nachgedacht habe: Nachdenken: Über den WERT der Arbeit.

Lass uns im Austausch sein! Bitte schick mir deine Fragen und abonniere meinen Youtube-Kanal oder diesen Blog (im E-Mail Feld – rechts).

Ich wünsche dir viel Freude beim kreativen Gestalten und Verändern!

Nachdenken: Über den WERT der Arbeit.

Wenn wir viel Arbeiten, ist das schon mal nicht schlecht. Das bedeutet aber leider noch nicht, dass wir viel WERT bringen. Die Frage nach dem wirklichen WERT unserer Arbeit kann schmerzhaft sein – aber auch WERTVOLL.

Über den Wert der Arbeit wird meistens durch die politische Brille geschrieben und diskutiert. Tatsächlich ist es ja auch eine berechtigte Frage, ob die extremen Unterschiede in der Vergütung unterschiedlicher Berufe wirklich so berechtigt sind. Auch die Diskussion über ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen stellt Werte-Fragen, denen wir uns als Gesellschaft stellen müssen. Ich möchte in diesem Artikel aber bewusst einen anderen Aspekt betonen: Den Wert meiner eigenen Arbeit im Sinne von Investition und Ergebnis.

Die Grundsatzfrage, die sich über alle Disziplinen erstreckt, wenn wir über WERT sprechen, bleibt jedoch dieselbe: Was ist uns wertvoll, kostbar oder eben etwas wert? (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Wert_(Wirtschaft)).

 

Wann hat etwas einen WERT?

In der Ökonomie bekommt etwas dann einen Wert, wenn es jemand besitzen möchte.  Wenn die Nachfrage steigt, steigt normalerweise auch der monetäre Wert eines Gegenstandes oder einer Dienstleistung. Oder auch wenn das Angebot zurückgeht.

Das ist aber nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Tatsächlich spielen nämlich zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle: Die Geschichte hinter einem Gegenstand oder einer Dienstleistung ist uns meistens noch wichtiger als der theoretische Wert, ermittelt aus Angebot und Nachfrage.

  • Welche Geschichte erzählt das Produkt? (Wo wurde es hergestellt? Wer hat es erfunden? Welche Bedingungen erleben die an der Produktion beteiligten Arbeiter?)
  • Welche Geschichte erzähle ich mit meinem Kauf und dem Gebrauch eines Produkts?
  • Welche Gruppenzugehörigkeit kommuniziere ich durch ein Produkt?
  • Welchen Status vermittelt der Kauf und die Nutzung eines Produkts?

All diese Faktoren erzählen eine Geschichte und erhöhen bzw. reduzieren damit den wahrgenommen Wert eines Angebots. Bestimmt spielen hier noch zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle. Kurz kann man jedoch sagen, dass etwas einen WERT für uns hat, wenn wir dadurch etwas bekommen, das uns wichtig erscheint.

 

Wann hat Arbeit einen WERT?

Wieviel WERT geleistete Arbeit hat, sehen Arbeitgeber und Arbeitnehmer klassischer Weise ziemlich unterschiedlich. So haben die meisten Angestellten das Gefühl, zu wenig Geld für ihre Arbeit zu bekommen. Sie fühlen sich finanziell nicht ausreichend ge-wert-schätzt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn der Arbeiter sich besonders anstrengt und besonders viele Stunden leistet.

Für seinen Chef sieht die Rechnung jedoch etwas anders aus. Für ihn zählt weniger die Anstrengung des Arbeiters, sondern wie viel Geld durch die geleistete Arbeit erwirtschaftet wurde. Damit wird auf einmal bedeutend, wie viel Wert für den Kunden durch die geleistete Arbeit entstanden ist. Und das hängt wiederum von einer ganzen Menge Faktoren ab, auf die der Arbeiter oft nur bedingt Einfluss hat, wie wir im ersten Abschnitt schon gesehen haben.

 

Wann hat meine Arbeit einen WERT?

Ich bin mit meiner Arbeit als Unternehmer in einer Zwischen-Situation. Ich investiere viel Zeit und strenge mich an – so wie der Arbeitnehmer. Gleichzeitig bekomme ich nur Geld, wenn jemand bereit ist, für das Ergebnis meiner Arbeit zu bezahlen. Es zählt also vor allem der Wert, den der Kunde durch meine Arbeit als wertvoll erachtet.

Von Andy Stanley habe ich das Konzept der „Spannungen, die wir nicht auflösen dürfen“ gelernt. Genau in diese Kategorie gehört für mich die Frage, welche Arbeit jetzt tatsächlich einen WERT hat. Ja, allein schon durch die Leistung die ich erbringe, hat meiner Arbeit wert. Gleichzeitig werde ich am Ende des Monats keine Rechnungen und keine Gehälter bezahlen können wenn durch meine Arbeit kein Wert entsteht, der von Kunden erkannt wird und für den Menschen bereit sind, Geld zu bezahlen.

[Tweet “Wie kann ich mehr WERT schaffen?”]

Das ist die entscheidende Frage, die wir alle uns stellen sollten. Egal ob wir Angestellte, Selbständige oder Unternehmer mit vielen Mitarbeitern sind.

Die Antwort finden wir auf zwei Ebenen:

  1. Wir sind herausgefordert, uns anzustrengen, hart zu arbeiten und aus unseren Begabungen wirkliche Fähigkeiten zu machen.
  2. Wir sind herausgefordert, maximalen Wert zu schaffen. Dazu gehören:
  • Durchdachte Geschäftsmodelle
  • Das Durchhalten bis ein Projekt wirklich abgeschlossen ist (ein 80 % abgeschlossenes Projekt hat oft noch 0 % Wert für den Kunden – ein zu 80 % repariertes Auto z.B.)
  • Kommunikation des geschaffenen Wertes, damit der reale Wert auch zu einem wahrgenommenen Wert wird. (Darum geht es übrigens bei unserer Arbeit mit ahavideos.com)

 

Allein das Bewusstsein dessen, dass meine Arbeit wertvoll ist und dass es bei meinem Tun immer darum gehen muss, WERT zu schaffen, hat mein Leben verändert. Wenn du dich dieser Herausforderung in aller Konsequenz stellst, kann ich dir versprechen, dass es auch dein Leben verändern wird.

Die Fortsetzung dazu folgt am Mittwoch im Creative Change VLOG: https://www.youtube.com/channel/UCBWV46Eo0Ie57tsZ80BBOHw

… am besten gleich abonnieren!

Ich stelle mich dort jede Woche der Herausforderung, mit meiner Arbeit den größtmöglichen WERT zu bringen!

Nachdenken: Über die Welt und das Leben!

Was passiert, wenn wir mehr NACHDENKEN?

Denken ist gefährlich. Es ist offensichtlich, dass Diktaturen grundsätzlich mit Universitäten auf Kriegsfuß stehen. Das braucht uns nicht zu verwundern, denn Menschen, die nachdenken haben hin und wieder gute Ideen. Diese Ideen stellen dann wiederum in Frage, wie manche Dinge laufen. In absolutistischen Systemen sollen die Dinge aber so laufen, wie es die Herrschenden wollen und nicht so, wie es für das Volk am Besten wäre.

Wir leben in einer Demokratie und brauchen zum Glück nicht unmittelbar um unseren Kopf zu fürchten, wenn wir nachdenken und auf neue Ideen kommen. Mir kommt es aber so vor, als ob wir von unserer Fähigkeit des Denkens trotzdem nur sporadisch Gebrauch machen.

Der Volkswirt Ronald Barazon hat uns mit seinem Artikel zur Einführung der neunen Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) einen Spiegel vorgehalten, der uns nachdenklich machen sollte: Europas Bürger verhalten sich wie in einer Diktatur.

Das trifft nicht nur auf das Thema DSGVO und Entscheidungen des Europaparlaments zu.

Hier sind einige weitere Themen über die nachzudenken, sich vielleicht mal lohnen würde:

  • Sind die gängigen Systeme der Rentenversicherung wirklich so sinnvoll?
  • Wie viel Zeit verbringen wir vor dem TV und in den Social Media? Ist das sinnvoll?
  • Wer hat entschieden, dass jeder ein Smartphone braucht und innerhalb von Minuten oder maximal Stunden auf Nachrichten antworten muss? Ist das sinnvoll?
  • Wir fahren mit dem Auto in das Einkaufszentrum im Industriegebiet zum Einkaufen. Dafür brauchen wir ein Auto und mit diesem Verhalten haben wir einen großen Teil der Geschäfte in Dörfern und Innenstädten beseitigt. Wollten wir das wirklich? Wer hat das entschieden? Wollen wir so weitermachen?
  • Schule besteht aus Veranstaltungen, die sich vor allem auf das Erlernen von Informationen konzentrieren und Fähigkeiten fördern, die auf funktionieren und gehorchen basieren. Wollen wir das?
  • Kirchen sind im Denken der meisten von uns gleichzusetzen mit Sonntagsveranstaltungen (bestehend aus Gesang und Predigt). Ist das sinnvoll?

Gutes Denken fängt (wie ich in der Einleitung zu dieser Serie schon festgestellt habe ) mit guten Fragen an. Wenn wir die Frage finden, die keiner stellt, die aber mehr Klarheit und damit bessere Entscheidungen ermöglicht, dann sind wir schon einen wichtigen Schritt weiter.

Wenn wir mehr nachdenken, dann bekommen wir ggf. Ärger mit Menschen oder Gruppen, die kein Interesse an besseren Ideen haben; und wir bekommen vor allem mehr Klarheit darüber, was abläuft, was schief läuft und wie es besser laufen könnte.

Welche Frage sollten wir stellen?

Das mit dem Denken ist nicht so einfach und es wird vor allem dann gefährlich, wenn wir denken, verstanden zu haben. „The riskiest moment is when you think you are right.“ (Peter Bernstein – Wirtschaftswissenschaftler und Investment-Banker)

Was ist so gefährlich daran Recht zu haben?

… dass wir unsere eigene Meinung letztlich immer an unserer eigenen Logik festmachen. Oder: Wenn wir denken, die richtige Antwort auf unsere Frage gefunden zu haben, dann sind wir überzeugt davon, im Recht zu sein. Spätestens, wenn die Ergebnisse nicht dem entsprechen, was wir uns wünschen, sollten wir jedoch drüber nachdenken, ob wir die richtige Frage gestellt haben. Die richtigen Antworten sind nämlich viel einfacher zu finden als die richtigen Fragen. Dazu kommt, dass es keinen interessiert, ob ich recht habe – und das gilt nicht nur für mich!

Nützliche Fragen tun zwei Dinge:
1. Sie helfen uns das wirkliche Problem zu verstehen;
2. und sie versetzen uns in Aktion.

Von Keith Cunningham habe ich folgende Formulierung für gute Fragen gelernt: „Wie könnte, ich … damit …?“

Statt festzustellen „ich bin unproduktiv“ und die Frage zu stellen „Wie kann ich produktiver werden?“; würde die Frage zum Beispiel so lauten: „Wie könnte ich meinen Tagesanfang gestalten, dass ich bis um 10 Uhr meine wichtigste Aufgabe erledigt habe?”

Was hilft, regelmäßig über die richtige Frage NACHzuDENKEN?

Es ist mir fast etwas unangenehm, diese einfache Antwort zu geben. Tatsächlich brauche ich aber selbst auch immer wieder die Erinnerung an die einfachen Dinge:
Damit wir die regelmäßig die richtige Frage stellen, müssen wir uns Zeit dafür einplanen.

In meinem Kalender sind Zeiten zum NACHDENKEN reserviert.
Halte ich diese Zeiten immer ein? NEIN!
… aber ich denke auf jeden Fall mehr nach, weil diese Zeiten im Kalender reserviert sind, als wenn ich es nicht planen würde.

Auf die Plätze, fertig, NACHDENKEN! … es wird sich lohnen.

Führung: Timing ist alles! Wirklich?

„Die Wahl von Jimmy Carter zum Präsidenten der Vereinigten Staaten im Jahr 1976 macht deutlich, wie das Prinzip des richtigen Zeitpunktes funktioniert.“ Schreibt John Maxwell in seinen 21 Führungsprinzipien. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch so frisch auf dieser Welt, dass mich Politik nicht besonders interessierte – vielleicht geht es dir ähnlich. Also, was war nochmal das Besondere an der Wahl von Jimmy Carter? Und was hat das mit uns und unserer Arbeit als Führungskräfte zu tun?

Carter war Quereinsteiger und das war – zu dieser Zeit vielleicht noch mehr als heute – schon etwas besonderes in der amerikanischen Politik. Seine politische Karriere war davon geprägt, sich durch integres Handeln (zuerst als Geschäftsmann) einen guten Ruf zu erarbeiten und dann zum richtigen Zeitpunkt in ein System einzudringen, das wegen seiner korrupten Machenschaften den Respekt der Bürger verloren hatte. So kam er 1970 in den Senat von Georgia.

Als er im krisengeschüttelten (siehe Vietnam Krieg  und Watergate Affäre) Präsidentschafts-Wahlkampf 1975 die nationale politische Bühne betrat, kannte ihn kaum jemand in den USA. Davon ließ er sich jedoch nicht abhalten, sondern sah es als einmalige Gelegenheit für einen Außenseiter. Dass er am 20. Januar 1977 tatsächlich als 39. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde, zeigt, dass Timing tatsächlich eine große Rolle spielt. Auf der anderen Seite zeigt Carters schwaches Wahlergebnis bei der versuchten Wiederwahl 1980, als gerade mal 10 Prozent der Wahlmänner für ihn stimmten, dass Timing bei weitem nicht alles ist.

Falsches Handeln zum falschen Zeitpunkt.

Normalerweise kommt nichts Gutes dabei heraus, wenn wir das Falsche tun. Wenn ein Tennisspieler den Schläger falsch hält, geht der Ball wahrscheinlich ins Aus. Wenn dann auch noch zu früh oder zu spät schlägt, ist der Punkt garantiert verloren.

So bring eine ungünstige Investition nie den besten Gewinn. Wenn sie auch noch zu einem schlechten Zeitpunkt getätigt wird, kann es sogar richtig teuer werden.

Falsches Handeln zum richtigen Zeitpunkt.

Gibt es überhaupt einen richtigen Zeitpunkt für falsches Handeln? 🙂

… es bleibt auf jeden Fall trotzdem ein Fehler.

Richtiges Handeln zum falschen Zeitpunkt.

Jetzt wird es interessant! Ehrlich gesagt geht dieser Punkt gegen meine Natur und dafür habe ich schon einiges an Lehrgeld bezahlt.

Das letzte Beispiel war das Anbieten von Inbound Marketing mit meiner Agentur. Ich selbst war es satt, Google eine Menge Geld für Adwords zu bezahlen, deshalb hatte ich nach einer nachhaltigeren Lösung für mein Online-Marketing gesucht. Mit Inbound Marketing hatte ich diese bessere Lösung gefunden und war davon überzeugt: das braucht JEDER. Tatsächlich waren deutsche Unternehmen aber noch nicht bereit dafür, zu dieser neuen Art des Marketings zu wechseln und so mussten wir erst einmal sehr viel Energie in Informations-Arbeit stecken. Statt dem erwarteten Aufschwung mussten wir mit unserer Agentur eine Dürrezeit überstehen. Bis heute bin ich davon überzeugt, dass Inbound Marketing das richtige Handeln gewesen wäre. Der Zeitpunkt war für uns als Agentur jedoch offensichtlich nicht der richtige und wir hätten uns deshalb entweder besser auf den Widerstand des Marktes vorbereiten oder eine anders Timing wählen sollen.

Richtiges Handeln zum richtigen Zeitpunkt.

Wenn der richtige Zeitpunkt und das richtige Handeln zusammenkommen, dann macht es Spaß.

Maxwell erzählt als Beispiel dafür die Geschichte von Winston Churchill, siehe auch: Blog Artikel – Erfolg ist nicht verhandelbar. Churchill sagte rückblickend selbst über seine Führungsaufgabe in der Verteidigung von Großbritannien während des 2. Weltkrieges: „Im Leben eines jeden Menschen gibt es einen Moment, für den er geboren wurde. Wenn er diese besondere Gelegenheit nutzt, um seinen Auftrag zu erfüllen, zu dem nur er persönlich sich eignet, dann hat er seine wahre Bestimmung gefunden und kann Großartiges leisten.“ (Die 21 wichtigsten Führungsprinzipien)

Die Schwierigkeit bei diesem ganzen Thema ist, dass das richtige Timing sich oft nicht lange vorher ankündigt. Wenn er kommt, dann muss es meist schnell gehen.

[Tweet “Chance favors only the prepared mind. – Louis Pasteur”]

Der Schlüssel liegt deshalb in der Vorbereitung und darin, sich möglichst zur Gewohnheit zu machen, das Richtige zu tun. Dass du dich mit diesem Thema beschäftigst, ist auf diesem Weg schon ein guter und wertvoller Schritt. Ich möchte dich ermutigen, auch den nächsten Schritt zu gehen und eine Regelmäßigkeit ins vorausschauende Lernen und Gestalten zu bringen:

Frage zum Nachdenken: Was kann ich monatlich, wöchentlich, täglich tun, um mich auf zukünftige Möglichkeiten vorzubereiten?

Wenn du Unterstützung dabei wünschst,
kannst du dir das Sparring-Konzept ansehen.

Führung: Das Prinzip der Opfer

Führungspersönlichkeiten müssen nicht nur Zugeständnisse machen, sondern Opfer bringen. In der deutschen Übersetzung von John Maxwells Buch über die 21 Führungsprinzipien wurde meiner Meinung nach die Überschrift falsch übersetzt. Maxwell schreibt von „Opfern“ und in der deutschen Übersetzung steht „Zugeständnisse“. Ob der Übersetzer das Buch damit wohl politikerfreundlicher machen wollte? 🙂

Wirkliche Führungskräfte bezahlen einen hohen Preis, wenn es darum geht eine Vision zu erreichen oder zum Beispiel ein Unternehmen zu retten. Maxwell erzählt die beeindruckende Geschichte von der Chrysler-Rettung zwischen 1978 – 1982 und stellt uns die Führungskraft Lee Iacocca vor. Ein Mann, der dieses Prinzip zutiefst begriffen und umgesetzt hatte. Iacocca rettete ein Unternehmen, das andere in Schwierigkeiten gebracht hatten. Dafür nahm er nicht nur den Spott von Politikern und der Öffentlichkeit in Kauf, sondern setzte sein Gehalt phasenweise auf einen symbolischen Dollar und forderte sein Top-Management heraus ebenso auf mindestens 10 Prozent ihres Gehalts zu verzichten. Ganz zu schweigen von den schlaflosen Nächten und den Selbstzweifeln, die wahrscheinlich auch damit verbunden waren.

[Tweet “Leadership is no popularity contest!”]

Mal geht es an’s Geld und mal an die Ehre. Mal sind die Opfer sichtbar und mal finden sie im Verborgenen statt. Fakt ist jedoch, dass es immer etwas kostet, eine Organisation zu leiten. Wer dazu nicht bereit ist, sollte sich selbst und anderen ersparen eine Führungsposition anzunehmen.

Ich habe mich schon oft gefragt, warum ich mir das antue.

Vielleicht ist es einfach eine Berufung, zu führen?

Vielleicht ist es aber auch die Freude, Dinge möglich zu machen und Menschen aufblühen zu sehen?

… wahrscheinlich ist es beides!

Ich möchte dich gerne ermutigen, Führungsverantwortung zu übernehmen. Überlege dir aber gut, ob du bereit bist, die Opfer zu bringen, die damit verbunden sind.

Du möchtest Unterstützung dabei? Schreibe uns gerne eine Mail!

Beim Verkaufen geht’s nicht um Geld

Verkäufer haben den Ruf mit $$ Zeichen in den Augen unterwegs zu sein. Aber worum geht es beim Verkaufen wirklich?

Wie können wir im Verkaufen besser werden?

Es geht darum einen Mehrwert zu bieten und die richtige Lösung für das Problem zu finden.

Du möchtest mehr zu diesem Thema erfahren? Dann sei die nächsten Wochen bei Creative Change dabei!

Gerne kannst du uns für mehr Informationen und Interesse auch per Mail kontaktieren.

GUT oder SCHLECHT – ist das wirklich die Frage?

Ist wirklich die Frage, ob eine Situation gut oder schlecht ist? Ist sie denn entweder das eine, oder das andere? Genauso mit Möglichkeiten – sind diese nur gut, oder nur schlecht?

Woher wissen wir in welche Richtung sich etwas entwickelt?

Lass dich anhand einer kleinen Geschichte im heutigen Vlog auf diese Fragen ein.

Du möchtest mehr als dieses Video zum Spiegeln deiner Sichtweise? Dann schreibe mir gerne eine Mail!

Führung: Das Prinzip der Anziehung

Das Gesetz der Anziehung (eng. the law of attraction) hat in den letzten Jahren einen unglaublichen Hype erlebt. Erfolgsgurus wollten uns zeigen, wie wir mit diesem Prinzip zu schnellem Reichtum kommen können. Das hat wahrscheinlich auch für etliche funktioniert. Was John Maxwell jedoch schon lange vor dem Hype mit dem „Gesetz der Anziehung“ beschreibt, geht in eine andere und bodenständigere Richtung.

Mitarbeiter gesucht!

Meine Freunde bekommen bereits ein schelmisches Grinsen, wenn wir gemeinsam (z.B. in einem Restaurant oder bei einer Tagung) neue Bekanntschaften machen und ich anfange, tiefer zu fragen. Sie ahnen dann bereits, was kommen wird: Wenn sich für mich der Eindruck ergibt, dass ich hier gerade mit einem potenziellen A-Mitarbeiter spreche, werde ich dieser Person mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann deutlich mein Interesse signalisieren, sie in einem meiner Unternehmen einzustellen. „Kannst du dir vorstellen, bei mir zu arbeiten? … ich habe gerade die Möglichkeit xy, die gut zu dir passen könnte!“.

Wir Führungspersönlichkeiten sind immer auf der Suche nach ausgezeichneten Leuten. Selbst wenn wir im Moment keine konkrete freie Stelle haben, versuchen wir, die Tür für solche potentielle, zukünftige Mitarbeiter einen Spalt zu öffnen. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt, ein möglichst klares Bild von der Zukunft in der eigenen Organisation zu entwickeln, um diejenigen Mitarbeiter schnell erkennen zu können, die diese Organisation mit Leben füllen können. John Maxwell macht in seinen 21 wichtigsten Führungsprinzipien jedoch auch deutlich, dass alleine der Wunsch und das klare Bild eines zukünftigen Mitarbeiters nicht ausreichen. Wir werden immer nur die Mitarbeiter anziehen können, für die es interessant ist, für uns zu arbeiten. Eine mittelmäßige Führungspersönlichkeit wird keine hervorragende Führungskraft als Mitarbeiter anziehen.

Führungspersönlichkeiten brauchen den Respekt der Menschen, die sie führen.

Blog Respekt

Disclaimer: Das Bedeutet nicht, dass wir in allem besser sein müssen als unsere Mitarbeiter. Genau das Gegenteil ist tatsächlich der Fall. Alle meine Mitarbeiter sind in ihrem Bereich um Welten besser als ich. Das ist kein Zufall und schon gar kein Unfall, sondern absolut gewollt.

Gleich und gleich gesellt sich gern.

Wir ziehen nicht nur Mitarbeiter an, die von ihrem Kompetenz-Level zu uns passen. Die Menschen, die wir anziehen, spiegeln oft auch unsere größte Stärke wieder.
Maxwell erzählt von einer Kirche, die er leitete, dass die Mitglieder zum Zeitpunkt seines Dienst-Antritts den vorhergehenden Pastor widerspiegelten. Dieser war ein begabter Musiker und entsprechend gab es viele Musiker in dieser Kirche. Als Maxwell 14 Jahre später sein Amt abgab, hatte der Musiker-Anteil deutlich abgenommen; dafür gab es einen überdurchschnittlich hohen Anteil von Führungskräften.
In meinem Unternehmen AHA Factory machte mich vor einiger Zeit ein Mitarbeiter darauf aufmerksam, dass fast alle Kollegen nach Feierabend irgend eine Art von Nebengewerbe betreiben. Bei einem Chef, der ständig über unternehmerische Möglichkeiten und Problemlösungen nachdenkt, macht das irgendwie ja auch Sinn.

Wir können auf unterschiedliche Art „gleich“ sein.

Der eine zieht Musiker an, weil er Musiker ist.
Der nächste zieht Führungskräfte an, weil er Führungskraft ist.
Wieder ein anderer zieht Unternehmer an, weil er Unternehmer ist …
… die Möglichkeiten sind vielfältig.

Einige Kategorien der Gleichheit sind:

  • Generation: oft ziehen wir Leute ähnlichen Alters an;
  • Hintergrund: wir können beobachten, dass ehemalige Generäle wiederum Leute aus dem Militär anziehen, oder dass sich Leute aus derselben Universität auch wieder im selben Unternehmen sammeln
  • Werte: sowohl im Positiven wie im Negativen lässt sich beobachten, dass Führungspersönlichkeiten Menschen mit ähnlichen Werten anziehen. So kann eine Führungspersönlichkeit zielstrebige Teamplayer anziehen oder auch Egoismus und Korruption in eine Organisation bringen.

Zwei mögliche ToDo`s:

Je nachdem, in welcher Situation du dich gerade befindest, ergeben sich jetzt zwei mögliche Fragestellungen:

1) Wer passt zu mir?

oder

2) Wie muss ich mich ändern, damit ich die Menschen anziehe, mit denen ich gerne arbeiten möchte?

Dieser Artikel gehört zu einer Blog-Serie in der ich mich mit dem Buch Leadership: Die 21 wichtigsten Führungsprinzipien von John C. Maxwell beschäftige.

Chefsache oder kopflose Organisationen?

Chefsache

Es gab eine Zeit, in der die Rolle des „Chefs“ klar definiert war. Aber diese Zeit scheint in immer mehr Unternehmen vorbei zu sein. Die Führungsrolle im modernen Unternehmertum kämpft um ihre Legitimation.

Die breiten Schultern des Chefs müssen auch in deutschen Unternehmen schon längst nicht mehr alles tragen. Diese Entwicklung klingt zwar für Führungskräfte im ersten Moment erleichternd, führt aber in der Realität der Volkswirtschaft zu einer spannenden Findungskrise in der Chefetage.

 

Läuft der Körper ohne Kopf?

Chefetage, gibt es das denn überhaupt noch, oder ist es nur noch ein Synonym für die Managementliga? Ein Handelsunternehmen in der Zeit unserer Großeltern und Eltern hatte noch die Lager- und Fabrikräume im Keller- und Erdgeschoss, darüber die Logistik und Verwaltung, und ganz oben war die Chefetage. Damit war klar vorgegeben, wer das Sagen hat, Entscheidungen wurden kommuniziert und nicht diskutiert, und der Mitarbeiter hat nicht „mit“-gearbeitet, sondern seine Arbeit gehorsam ausgeführt.

Vollautomatisierte Strukturen und eine immer deutlichere Standardnivellierung zwischen Mitarbeiter und Chef fordern Führungskräfte in 2015 deutlich heraus, ihre Führungsqualitäten, ja fast schon ihre Notwendigkeit durch kompetente Unterscheidungen gegenüber dem verwaltenden Management und den umsetzenden Mitarbeiter zu beweisen.

 

Was macht den Chef zum Chef?

Wolf Lotter beschreibt in seinem Artikel „Wie funktioniert gute Führung – Die Chefsache“  sehr prägnant, dass mit dem Verschwinden der optischen Statussymbole zwischen Chef und Mitarbeiter für viele auch die Bedeutung der Führungskräfte verloren gegangen zu sein scheint. Er führt das zurück auf ein Missverständnis, nämlich die Gleichsetzung von Hierarchie und Führung. In diesem (Miss-)Verständnis werden quasi versehentlich Hierarchie relativiert und Führung neu definiert: „Heute ist Führung zu einem Auftrag geworden, einem Job, der zu erledigen ist. Leader mögen weiterhin eine besondere Rolle haben, aber die Allmacht, die sie früher besaßen, hat sich verflüchtigt. Der Chef ist zum Primus inter Pares geworden, zum Ersten unter Gleichen, die ihm den Auftrag geben, aus ihrer Arbeit und ihren Fähigkeiten das Beste zu machen.“

Eine Führungskraft kann aber nur das Beste aus seinen Mitarbeiter und seinem Unternehmen machen, wenn er auch bereit ist, mutige und kompetente Entscheidungen zu treffen. Oder, um nochmal Lotter zu zitieren: „Führen heißt entscheiden, nicht verwalten. Kurz: Man braucht Leute, die auch mal was probieren und riskieren.“

 

Warum sind Sie relevant für Ihr Unternehmen?

Irgendwo zwischen Compliance und viel Bürokram in der obersten Etage muss darum zuerst definiert werden, was der Unterschied zwischen Management und Führung ist. Beide sind elementar wichtig für ein erfolgreiches Unternehmen. Lotter bringt es mit Verweis auf den amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Warren Bennis auf den Punkt, dass „der Manager den Status quo akzeptiere und ihn festige, wohingegen der Anführer genau diesen Zustand immer wieder herausfordern müsse“.

Damit erklärt sich auch die Relevanz eines Anführers. Fast schon jeden Monat gelten neue Trends, werden neue Marketingstrategien erforderlich und ändern sich Nachfrage und Marktprioritäten. Die Gratwanderung zwischen den bleibenden Grundwerten Ihres Unternehmens und der höchstmöglichen Flexibilität Ihrer Idee an das Hier und Jetzt brauchen einen Anführer mit Mut und guten Fragen.

 

Zuckerbrot statt Peitsche?

Eine zeitgeschichtliche Antwort auf die Findungskrise in der Chefetage kommt aus der Feder von Reinhard Sprenger, einem vielstudiertem Autor und Lehrbeauftragten an vier Universitäten. Für Sprenger sind die wichtigsten Führungselemente Vertrauen, Beziehung und Transparenz: „Wenn man ein Menschenbild hat, in dem der Mitarbeiter ein Erwachsener ist, ein freier Mensch, dann kann man damit umgehen. Die Leitlinie für richtiges Führen ist einfach: Finde die Richtigen, vertrau ihnen, fordere sie heraus, rede oft mit ihnen, bezahle sie fair und mach dann das Wichtigste von allem: Geh aus dem Weg. Denn die einzige legitime Form von Mitarbeiterführung ist die Selbstführung.“

Abschließend sei gesagt, dass die hier beschriebene Selbstführung die Notwendigkeit für einen anführenden Chef in der Realität nicht ausschließt. Im Gegenteil, in dem Satz „Geh aus dem Weg“ liegt die Implikation, dass sich der Mitarbeiter vorwärts bewegt, in die Richtung, die der Chef ihm weist.

Welche Rolle erfüllen Sie in Ihrem Unternehmen? Sind Sie Manager oder sind Sie Anführer?

Lesen Sie hier mehr zu zeitlosen Führungsprinzipien, die Ihren Führungsstil optimieren können.