Exzellenz – Buchempfehlung für Führungskräfte

Exzellenz inspiriert uns und wir genießen es, wenn wir exzellenten Service erleben. Es ist aber eine ganz andere Geschichte, diesen Standard in der eigenen Organisation zu etablieren. 

Exzellenz, die durch den Magen geht.

Wer mag ihn nicht? … guten Service?

In einem gut geführten Restaurant zu essen, finde ich immer wieder ein Erlebnis. Ich schätze es sehr, wenn ich freundlich begrüßt werde, wenn das Essen bald kommt, schön heiß ist und wenn die Geschmäcker mich positiv überraschen. Sowas finde ich total inspirierend. 

Natürlich ist uns allen klar dass so ein Restaurant-Erlebnis kein Zufall ist. 

Der Koch ist nicht am morgen mit der genialen Geschmacksidee aus dem Bett gefallen und die Bedienung steht nicht zufällig rechtzeitig an unserem Tisch. Dahinter steckt Training, Organisation und eine Menge mehr.

Letztlich sind es in einer Küche dieselben Dinge, die es auch in anderen Organisationen braucht, um exzellente Ergebnisse, Produkte und Service zu bieten. 

Wie geht Exzellenz?

Horst Schulze hat viele Jahre lang eigene Mitarbeiter und ganze Organisationen zu mehr Exzellenz befähigt. Er ist eine echte Autorität in diesem Gebiet und deshalb möchte ich heute sein Buch Excellence Wins empfehlen.

Horst Schulze war Geschäftsführer zahlreicher Hotels und ganzer Hotelgruppen. Er hat schone als junger Mann – während seiner Ausbildung — eine Philosophie aufgeschrieben, die ihn seither sein Leben lang begleitet:

„Ladies and gentlemen serving ladies and gentlemen.“ 

Das is die Grundhaltung. Wir dienen den Leuten, wir dienen exzellent, aber wir dienen auf Augenhöhe. 

Horst Schulze liefert uns mit seinem Buch eine Strategie, wie wir eine Organisation so leiten können, dass überall Exzellenz gelebt wird. 

Davon möchte ich 3 Punkte hervorheben:

1. Zuhören – Ist doch klar, oder? Wirklich?

Horst Schulze warnt davor, dass wir denken zu wissen, was unsere Kunden sich wünschen. Oder, dass wir uns auf die Meinung einer sehr kleinen Testgruppe (zum Beispiel unserem Partner / unserer Partnerin) verlassen, statt die Leute zu fragen, um die es wirklich geht – unsere Kunden. 

Hilfreiche Tools dafür sind Fragebögen, Online-Umfragen usw.  

Dabei darf es aber nicht bleiben. Im Kern geht es darum wirklich zuzuhören und das Problem wirklich zu lösen. In meinem Video auf YouTube gehe ich mit einer Geschichte von Horst Schulze näher darauf ein:

2. Gelebte Service Regeln 

Dieses Kapitel empfinde ich als den stärksten Teil des Buches.

Nicht weil die Regeln an sich so beeindruckend wären, sondern gerade weil sich alles ziemlich ungezügelt und pragmatisch anfühlt. 

z.B.: die Regel Nummer 7: Clean and repair everything.

In den Service-Regeln ist einfach aufgeschrieben wie es laufen soll. Damit weiß jeder, was von ihm erwartet wird und alle arbeiten wirklich auf das selbe Service-Ziel hin. 

Ich habe es selbst ausprobiert und einfach aufgeschrieben, wie ich mir zum Beispiel die Handhabung unserer Kaffeemaschine im Büro vorstelle. Ich war erstaunt, dass meine Mitarbeiter sogar dankbar dafür waren, weil sie endlich wirklich wussten, wie ich es mir gerne wünsche. 

Häufig gehen wir davon aus, dass unsere Leute wüssten, was uns wichtig ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Annahme viel Potenzial für Enttäuschungen hat. Deswegen ist viel besser, wenn wir es aufschreiben und regelmäßig kommunizieren. So weiß jeder Mitarbeiter, wie wir die Service Regeln umsetzen und wirklich leben wollen. Und um die Service Regeln wirklich leben zu können bedarf es Punkt 3 – Leadership

3. Leadership

Leadership bedeutet zuerst, die Visionen zu verstehen – zu verstehen wo wir wirklich hinwollen. Das ist der Job von uns Führungskräften. Wir fangen an es wirklich umzusetzen, wir planen, wie wir unsere Service Regeln leben wollen. Diese Vision muss von uns kommuniziert werden. Und – auch wenn es mir persönlich selbst nicht immer leicht fällt – ist es wichtig, den Fokus zu wahren. Als nächstes müssen wir dafür sorgen, dass der Plan mit den Meilensteinen eingehalten wird. Und zu guter Letzt ist es auch unsere Aufgabe, dass immer genügend Energie da ist. 

1: Vision leben

2: Vision kommunizieren 

3: Tun

4: Fokus wahren

5: für genug Energienachschub sorgen 

Das sind die Führungsregeln von Horst Schulze und wenn Exzellenz ein Thema für dich ist, dann empfehle ich dir das Buch wirklich sehr. 

Für weitere Buchtipp’s kannst du meinen Blog abonnieren, dem GESTALTEN STATT JAMMERN Kanal auf YouTube folgen oder meine Montagsmail lesen. 

Bei Fragen und Anregungen freue ich mich auch über eine E-Mail von dir!

Willow Creek Leitungskongress 2020: Ein neues Bild von besserer Führung

„Wie wird wohl der erste Leitungskongress in Deutschland nach dem wenig rühmlichen Abschied von Bill Hybels werden?“ fragten sich viele von uns im Vorfeld. Mein Resümee von dem Willow Creek Leitungskongress: Eine überwältigend positive Überraschung!

[Tweet „Everyone wins, when the leader gets better. – Craig Groeschel @craiggroeschel“]

Dieser Grundgedanke, mit dem Craig Groeschel den Kongress eröffnete, signalisierte erst einmal Kontinuität. Die Kernbotschaft der Willow Creek Kongresse ist also geblieben.

Was heißt jetzt aber „besser“ — nach den Erfahrungen der letzten Jahre?

1. Besser heißt immer noch: kompetent und strategisch

Es ging erst mal mit dem 1×1 strategischer Führung weiter.

  • Leiter sind herausgefordert, mit ihren Ressourcen eine größtmögliche Wirkung zu erzielen.
  • Führungskräfte sollten sich fragen, wann etwas >gut genug< ist, um weiterzuziehen.
  • Leiter machen keine „einigermaßen guten Deals,“ sondern „sie sorgen für eine Umkehr der Kurve.“ Das heißt, sie sollten sich fragen, wie sie mit weniger Zeit, Geld und Energie mehr erreichen können.

Wer dazu mehr wissen möchte, kann sich für meinen Newsletter anmelden und bekommt am Montagmorgen eine informierende und motivierende E-Mail in seinen Posteingang. 

 

2. Besser heißt: Wirklich mit Männern und Frauen auf Augenhöhe

[Tweet „I want to live a better story! — Danielle Strickland @djstrickland“]

Nachdem tausende Frauen im #metoo Movement den Mut hatten, ihre Geschichte von Entwürdigung und Missbrauch öffentlich zu machen, ist eine tiefe Wunde der Menschheit erstmals wirklich am Licht. Das ist erst einmal schockierend — darin steckt aber auch eine Chance. Danielle Strickland gab eindringliche Impulse dazu, wie wir diese Chance einer wirklichen Kulturveränderung nutzen können.

 

Für eine Kulturveränderung braucht es zwei Dinge:

  1. Die Fähigkeit, sich eine bessere Zukunft vorstellen zu können.
  2. Die Fähigkeit, Unterdrückung zu verstehen.

Christen haben — so die Rednerin auf dem Willow Creek Kongress — alles, was es dafür braucht.

[Tweet „Das Evangelium ist der Dienst der Versöhnung.  — Paulus“]

Wir Christen bleiben oftmals bei der Frage stehen: „Wer ist Schuld?“ (Johannes 9,2)

Jesus machte jedoch deutlich, dass es darum geht, dass Gottes Macht und Herrlichkeit sichtbar wird. (Johannes 9,3).

Diese Herrlichkeit Gottes wird dann sichtbar, wenn wir ihn einladen, in unsere Ängste hineinzukommen, und wenn wir anfangen, unsere Unterschiede zu feiern.

Zum Schluss hatte sie dann noch eine Liste, von konkreten ToDo’s für uns Männer:

  1. Sprich die Wahrheit aus und lerne, dich zu entschuldigen.
  2. Feiere dich.
  3. Sei ein Förderer und Anwalt der Frauen.
  4. Weigere dich, Frauen als Bedrohung oder Versuchung zu sehen.
  5. Nutze deine Macht, um andere zu bevollmächtigen.

Macht ist dafür da, andere zu bevollmächtigen.

… ein Gedanke, der auch nicht neu ist, aber den wir endlich mal wirklich beherzigen müssen!

 

3. Besser heißt: Nicht mitmachen — bei Lieblosigkeit und Streit

Die Fragestellung an den nächsten Redner des Willow Creek Leitungskongresses war: „Wie sollte eine Kirche aussehen, in die meine Kinder gerne gehen?“ Und die Antwort kam ohne lange Umschweife: „Meine Kinder wollen nicht in eine Gemeinde gehen, in der wir liebesunfähig sind!“

[Tweet „Statt gegeneinander zu streiten, sollten wir gemeinsam für bessere Zustände streiten. — Andreas Boppart @andreasboppart“]

In gut schweizerischer Manier forderte Andreas Boppart seine Zuhörer dazu auf, in Streitsituationen zu rufen: „Da machen wir nicht mit!“

Wenn wir uns mal selbst hinterfragen, dann sehen wir, dass es immer dann zu Streitigkeiten kommt, wenn wir denken, besser zu verstehen als der andere, was gerade richtig und wichtig sei.

Wir brauchen Herzen, die nicht-wisserisch statt besser-wisserisch unterwegs sind.

Dabei könnte ein weiteres Verständnis des Evangeliums hilfreich sein, das der Redner an der biblischen Geschichte von Adam und Eva deutlich machte.

Die klassisch christliche Interpretation beschränkt sich dabei auf den Teil, den wir alle als Sündenfall kennen.


Neben dem Sündenfall haben wir es jedoch auch

mit einem Schamfall und

einem Angstfall zu tun.

Auf alle diese Fälle ist die in Jesus verkörperte Wahrheit eine kraftvolle Antwort:

Christus ist der Sündenvergeber, der Entschämer und der Angst-Befreier.

Boppart stellte sich zwei verbreiteten Irrtümern entgegen:

  1. Um einander zu lieben, müssen wir gleich glauben.
  2. Wenn wir nicht gleich glauben, müssen wir einander bekämpfen.

Das destruktivste Ausmaß dieses gegeneinander Kämpfens von unterschiedlich glaubenden Menschen (meist Männern) beobachtet Boppart in den Sozialen Medien. Als Gegenmaßnahme empfiehlt er den Rat eines Freundes, der ihm selbst eine Hilfe sei:

„Ich diskutiere mit dir bei Bier und Wein, aber auf Facebook lass ich’s sein!“

Besonders überzeugend wurden diese Worte, weil der Redner mit seinen Beispielen selbst sein eigenes „stolzes“ Herz zeigte, das die leise Stimme — die er als Stimme Gottes identifizierte — mit folgender Frage überführte:

„Meinst du, ich habe jetzt mehr Freude an deinem überheblichen Herzen, als an den sehnsüchtigen Herzen, die an der falschen Stelle nach dem richtigen suchen?“.

 

4. Besser heißt: Schöner

Der erste Konferenztag wurde von Johannes Hartl abgeschlossen, der einmal mehr eine Lanze für Schönheit brach.

[Tweet „Schönheit spricht: Du darfst sein. — Johannes Hartl @DrJohannesHartl“]

 

Der katholische Theologe forderte dazu heraus, Schönheit von Gott her zu definieren. Weil Gott vor allem durch Liebe gekennzeichnet ist, hat Hässliches (von Hass) keinen Platz bei Ihm. Hier stellte er der modernen Christenheit kein besonders gutes Zeugnis aus.

Letztlich landete er dann jedoch wieder bei der positiven Vision:
Schönheit erzählt von einer Heimat, die jeder Mensch insgeheim kennt und nach der er sich sehnt.

 

5. Besser heißt: Versöhnt

In leuchtendem Orange gekleidet stand eine wunderschöne, etwas schüchtern wirkende Frau auf der Bühne. Schon in wenigen Momenten fesselte sie das Auditorium mit ihrer Geschichte.

Ich war berührt und bewegt — gleichzeitig erschien es mir unangemessen, bei diesem Vortrag mitzuschreiben. (Das macht es jetzt natürlich etwas schwierig, darüber zu bloggen. Mhhm…)

Immaculée Ilibagizia ist die einzige Überlebende ihrer Familie nach dem Völkermord in Ruanda. Sie erzählte von ihren Eltern, von den Hassbotschaften gegen Mitglieder ihres Stammes (der Tutsi) über Radio und davon, wie der Nachbar ihrer Eltern (ein protestantischer Pastor mit anderer Stammeszugehörigkeit) sie zusammen mit einer Gruppe anderer Frauen in seiner Toilette versteckte.

Sie erzählte von ihrem Leid und ihren Hass-Gedanken gegen ihre Verfolger.

Und sie erzählte von ihren Gebeten und davon, wie schwer ihr die Passage „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ im Vaterunser fiel.

Sie erzählte aber auch davon, wie befreiend es war, als sie irgendwann tatsächlich ihren Hass loslassen konnte, und wie sie dann auch diesen Teil des Gebets von Herzen sprechen konnte.

Als wir gemeinsam das Vaterunser beteten, konnte man spüren, dass auch im Raum in Karlsruhe durch diese Botschaft Lebensgeschichten verändert wurden.

 

Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass dies der Abschluss-Vortrag des Willow Creek Leitungskongresses sein sollte. Die Veranstalter gaben nach der darauffolgenden Mittagspause ihre Entscheidung bekannt, die Konferenz wegen einer Ausbreitung des Corona Virus zu beenden.

Vielleicht hatten wir alle auch bereits gehört, was wir an diesen Tagen hören mussten.

Ich bin sehr dankbar für die Impulse des Willow Creek Leitungskongresses 2020 und für ein klares Bild davon, was bessere Führung in unserer Zeit bedeutet.

Vielen Dank für’s Lesen des Blog-Artikels. Ich hoffe, dass diese Zeilen auch dir dabei helfen, ein besserer Leiter zu werden. Denn davon werden alle Menschen in deinem Einflussbereich profitieren.

Fußspuren: Wie wir mit Einzigartigkeit gestalten können.

Wünschen wir uns nicht alle, positive Spuren auf dieser Welt zu hinterlassen? Viele von uns lassen sich jedoch frühzeitig durch die äußeren Umstände von dem Gedanken abbringen, dass es möglich ist, auf individuelle Weise zu gestalten. Deshalb gleichen wir uns an, statt unsere Einzigartigkeit zu leben. 

Kürzlich habe ich dieses interessante Buch gelesen, in dem es genau um dieses Thema geht: Onlyness, Make your wild ideas mighty enough to dent the world.

Als Nilofer Merchant alleine in einem Cafe saß, nachdem sie von Zuhause weggelaufen war, um einer arrangierten Ehe zu entgehen, lag der Gedanke an ein zerbrochenes Leben näher als an positive Fußspuren auf diesem Planeten.

Sie entdeckte aber, dass es oft gerade unsere Verluste sind, die unsere Einzigartigkeit und damit auch unseren einzigartigen Beitrag ausmachen.

1. Verluste machen unsere Einzigartigkeit aus.

Ganz ehrlich, jede Niederlage, jeder Verlust, jedes nicht erreichte Ziel nervt.

Da ist erst mal nichts Schönes dran, wenn etwas nicht funktioniert.

Wenn ich meinen Motorradunfall, der mich in den Rollstuhl brachte, ungeschehen machen könnte, würde ich es sofort tun. Auch heute noch nervt mich jeder Auftrag, den wir nicht bekommen, und wenn Menschen sich dafür entscheiden, getrennte Wege zu gehen, tut das erst mal weh. Ich habe für meinen Geschmack schon zu viel Verlust erlebt.

Auch für Nilofer Merchant sollte der Verlust ihres Elternhauses nicht der einzige Verlust in ihrem Leben bleiben. Sie erlebte später schwere Niederlagen inklusive Jobverlust, … aber diese waren weitere Meilensteine zu ihrem heutigen Leben.

Es passiert natürlich nicht automatisch, dass aus negativen Erfahrungen gute oder sogar weltverändernde Ergebnisse herauskommen.

2. Wir können/müssen unserer Geschichte einen Sinn geben.

John Gardner: Sinn ist nichts, worüber man stolpert, wie über die Antwort auf ein Rätsel oder den Preis bei einer Schnitzeljagd. Sinn ist etwas, das du in dein Leben baust. Du baust ihn aus deiner Vergangenheit, aus Dingen, die du magst, aus Prägungen, die du von andern Menschen mitbekommst, aus eigenen Talenten, und dem eigenen Verständnis, aus Dingen, an die du glaubst, aus Menschen, die du liebst, aus Werten, für die du bereit bist, etwas zu opfern. Die Bestandteile sind da, aber du bist der Einzige, der sie zusammensetzen kann. (s. 35)

3. Einzigartigkeit heißt nicht Einsamkeit.

Wer unsere Welt prägen möchte, muss seinen Schmerz annehmen und seine eigene Geschichte schreiben. Das bedeutet aber auf keinen Fall, dass er das alleine tun sollte.

Wir Menschen sind nicht für’s Alleinsein gemacht. Das Coole ist, dass die Geschichten anderer Menschen immer wieder erstaunlich gut zu unserer eigenen Geschichte passen und dass wir uns so gegenseitig unterstützen können, unseren Beitrag zu leisten, ohne dass sich irgendjemand verleugnen muss.

Ich bin selbst gerade auf einer spannenden Reise, die mich an meinen Startpunkt im Business zurückführt. Damals hatte ich gerade meinen Master in Theologie mit einem Paper über Finanzethik abgeschlossen. Der klassische Weg wäre gewesen, dass ich als Pastor oder Lehrer irgendwie Vorträge und Seminare zu diesem Thema gehalten hätte. Mich zog es jedoch in die praktischen Day to Day Auseinandersetzungen der Business-Welt. Ich wollte sozusagen einen Proof of concept für die biblischen Prinzipien auf dem Spielfeld des Unternehmertums. Über meine Motivation habe ich als Unternehmer wenig gesprochen. Ich wollte einfach gute Arbeit machen und anderen Unternehmern helfen, mehr Freiheit zu gewinnen. Vielleicht werde ich das in der nächsten Zeit jedoch ändern. Bitte schreibt mir doch, ob euch interessiert was mich diesbezüglich bewegt. Ich freue mich auf den weiteren Austausch.

Weitere Videos zu Strategie, Business und Leben finden Sie hier: 

BLUE OCEAN STRATEGY – So schaffen wir eigene Märkte! https://arminruser.com/blue-ocean-strategy/

Wie wir besser nutzen können, was wir haben: https://arminruser.com/strategien-zum-gestalten-statt-jammern-im-business/

Wie wir praktische Wunder erleben können: https://arminruser.com/wunder/

 

Führung: Das Prinzip der Dynamik

Jeder Seemann weiß, dass man nur ein fahrendes Schiff steuern kann. – Maxwell, John C.

Ich bin nicht besonders nah am Wasser gebaut. Aber wenn in einem Film das Leben eines Menschen eine positive Wende nimmt oder wie im „Club der Toten Dichter“ das Leben einer ganzen Gruppe von Jungs verändert wird, dann bekomme ich feuchte Augen.


In „Club der toten Dichter“ eröffnet John Keating (gespielt von Robin Williams) den jungen Männern durch kluge Inspiration eine völlig neue Welt. Er inspiriert sie, sich mit Poesie zu beschäftigen und Zivilcourage zu entwickeln. So entsteht eine Dynamik, die zu Beginn niemand hätte erahnen können.

Genau das tun Führungspersönlichkeiten. Sie entwickeln eine Dynamik, durch die Dinge möglich werden, die irgendwann ihr eigenes Vermögen bei weitem übersteigen.

Eine positive Dynamik ist kaum zu bremsen

Eine positive Dynamik ist – einmal in Gang gebracht – kaum noch zu bremsen. Deshalb hat unsere Basketball-Trainerin in der Schweizer Rollstuhlbasketball-Liga immer eine Auszeit genommen, wenn eine gegnerische Mannschaft mehrere Punkte in Folge erzielt hatte. Sie wusste, dass sie die Dynamik der Gegner nur mit einer Unterbrechung stoppen konnte.

In Unternehmen führt positive Dynamik zu Höchstleistungen der Mitarbeiter. In solchen Zeiten sollte die Führungskraft vor allem eins machen: aus dem Weg gehen, um den Flow nicht zu stören. Jeder Eingriff durch die Führungskraft sollte wohl überlegt sein und hat vor allem die Aufgabe, das Momentum aufrecht zu erhalten und Störfaktoren zu beseitigen.

Eine positive Dynamik macht Veränderung möglich

Durch gezielte Impulse kann die Energie einer positiven Dynamik auch für Veränderung genutzt werden. Wenn wenig Grunddynamik vorhanden ist, hat man es mit viel mehr Skepsis zu tun. Positive Dynamik beinhaltet hingegen schon automatisch mehr Offenheit für Veränderung.

Wer gerade erlebt, dass er großartige Ergebnisse erzielen kann, gewinnt normalerweise an Selbstsicherheit und ist offen für persönlich Veränderung.

Wer die wachsenden Anforderungen einer erfolgreichen Firma zu bewältigen hat, der erlebt mehr  Offenheit für Veränderung der Abläufe.

Wer erlebt, dass er mit Hilfe einer Führungskraft bereits vorhandene Produkte erfolgreich im Markt etablieren kann, bei dem steigt normalerweise die Offenheit für die Einführung neuer Produkte.

Wie kannst du in deinem Team, deiner Organisation oder deinem Unternehmen eine positive Dynamik und damit neue Möglichkeiten erzeugen?

Erfolg ist nicht verhandelbar

Was unterscheidet eine erfolgreiche Führungspersönlichkeit von einer erfolglosen Führungspersönlichkeit? Erstere weigert sich Niederlagen zu akzeptieren. Erfolg ist für sie nicht verhandelbar. 

Für große Führungspersönlichkeiten wie Abraham Lincoln (siehe auch Das Prinzip „Einfluss“) stand der Erfolg ihrer Mission immer vor persönlichem Stolz, Ruhm oder Bequemlichkeit. Letztlich ist es weder Kompetenz noch Charisma, sondern die innere Einstellung, die den entscheidenden Unterschied ausmacht.

Churchill & Mandela: Vorbilder dafür, dass Erfolg nicht verhandelbar ist. 

Winston Churchill hätte allen Grund gehabt, sich beleidigt zurück zu ziehen, als die britische Regierung seiner Warnungen vor Hitler in den Wind schlug. Seine erste Rede als neuer Premierminister atmete jedoch eine ganz andere Dynamik: „Wir stehen am Beginn einer sehr schweren Aufgabe. Wir haben viele endlose Monate voller Kampf und Leid vor uns. Sie fragen, wie unsere Strategie aussieht? Ich werde es Ihnen sagen: Wir müssen Krieg führen auf dem Meer, auf dem Land und in der Luft – mit all der Macht und der Stärke, die Gott uns geben kann; Krieg führen gegen einen gewalttätigen Tyrann, wie es ihn in der dunklen, beklagenswerten Aufreihung menschlichen Verbrechens noch keinen gegeben hat. Das ist unsere Strategie. Sie fragen nach unserem Ziel? Das beantworte ich mit einem Wort: Sieg – Sieg um jeden Preis. Sieg trotz all der Schrecken. Sieg, auch wenn der Weg dahin lang und steinig sein mag. Denn ohne Sieg gibt es kein Überleben.“ Maxwell, John C. Leadership: Die 21 wichtigsten Führungsprinzipien.

Churchill setzte anschließend alle diplomatischen und militärischen Hebel in Bewegung, um sein Ziel „Sieg um jeden Preis“ zu erreichen. Auch wenn es bei den meisten von uns nicht um Leben und Tod  im existenziellen Sinne geht, brauchen auch wir diese innere Grundhaltung, dass der Sieg unserer Mission nicht verhandelbar ist.

Ein anderer Staatsmann, Nelson Mandela, kämpfte auf ganz andere Weise. Sein Ziel, das Ende der Apartheid in Südafrika, war für für ihn absolut nicht verhandelbar. Sein Weg zum Ziel war ein völlig anderer als der von Churchill. Mandela verbrachte 27 Jahre als politischer Häftling im Gefängnis auf Robben Island. Nach seiner Freilassung wurde er zum Präsidenten seines Landes gewählt. Im Gegensatz zu vielen anderen vormals Unterdrückten missbrauchte er seine gewonnene Macht jedoch nicht zum eigenen Vorteil, sondern diente seinem Land auf demütige Weise und verfolgte sein Ziel von Freiheit und Gleichberechtigung für ALLE Bürger Südafrikas weiter.

WARUM?

… weil Erfolg für ihn klar als Abschaffung der Apartheid und nicht als persönlicher Gewinn definiert war.

Die innere Haltung

Fragen zum Weiterdenken?

  1. Was bedeutet Erfolg für dich?
  2. Ist dieser Erfolg für dich verhandelbar?
  3. Was tust du dafür, deinem Erfolg näher zukommen?
  4. Was sind die Umstände, die deine innere Haltung beeinflussen?

 

Wann sind wir erfolgreich?

Mit einer klaren Vision ins Jahr starten.

Eine bessere oder andere Zukunft fängt in unserem Kopf mit der eigenen Vorstellung von dieser Zukunft an.

In diesem Video stelle ich meine Sicht von Vision, Mission und Berufung vor, und gebe eine praktische Hilfestellung, um Schritte auf eine klare eigene Vision hin zu gehen.


Wenn du gerne mehr Inspiration und Unterstützung möchtest, um dieses neue Jahr aktiv zu gestalten und deine Möglichkeiten wirklich zu nutzen, dann empfehle ich dir meinen Online Kurs, den ich extra für diesen Zweck produziert habe.

►►ZUM KOSTENLOSEN ONLINE KURS:

http://arminruser.com/creative-change/

Ich wünsche dir ein großartiges Jahr 2018!

Visions-Check.

Ich ziehe mein Smartphone aus der Tasche, öffne die Twitter App, scrolle etwas nach oben und erfahre auf diese Weise vom Tod unseres Altkanzlers Helmut Schmidt. Seine Rhetorik und sein scharfer Verstand machten ihn zum gefragten Interview-Gast. Einige seiner Zitate werden ihn wahrscheinlich noch lange überdauern. Dass mir heute ausgerechnet dieses Zitat als eines der ersten entgegen leuchtet, ärgert mich ein wenig:

Wer Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen.

(Helmut Schmidt)

Diese Aussage, die Schmidt einem Journalisten als provokante Antwort gab, entsprach wohl kaum der Haltung des Politikers zum Thema Visionen. Bis heute wird es jedoch gerne herangezogen, um visionäre Menschen auszubremsen oder zumindest um es zu versuchen.

[Tweet „Ich träume von einer Welt, in der Menschen, die Visionen haben, nicht als Spinner abgetan werden.“]

Ein Visionärer 360 Grad Check

Ich habe mein Buch Plan B bewusst mit einem Kapitel eröffnet über Visionen und einer Beschreibung der Welt, wie ich sie mir erträume. In der Hoffnung, gleichgesinnte Menschen zu ermutigen und einen Gegenpunkt zum überzogenen Realismus zu setzen.

Wenn ich mir meine Woche anschaue, stelle ich jedoch fest: Auch mich nehmen die äußeren Anforderungen so sehr in Beschlag, dass ich meinen Träumen und Visionen kaum näher komme.

In vielen Organisationen kennt man 360 Grad Checks mit denen die Leistung von Mitarbeitern und vor allem von Führungskräften beurteilt wird. Mir kommt es manchmal so vor, als ob bei diesen Checks vor allem gemessen wird, ob sich das Hamsterrad schnell genug dreht.

Das Nachdenken über mein eigenes Weiterkommen in Bezug auf meinen Vision (Nach Hybels: Das Bild von der Zukunft, das Leidenschaft in meinem Herzen erzeugt), hat mich auf die Idee eines visionären 360 Grad Checks gebracht. Wer Plan B gelesen hat, kennt meine Träume bereits. Heute stelle ich mir zu jedem dieser Traum-Facetten einige Fragen und ich lade Dich herzlich ein, den dabei entstandenen Check auf Dein eigenes Leben anzuwenden:

60 Grad:

Ich träume von einer Welt, in der wir so miteinander kommunizieren, dass es uns gegenseitig stark macht, und unterschiedliche Menschen sich ergänzen und nicht bekämpfen.

Wann bin ich in das Fahrwasser der Kritik geraten, statt diese Welt gegenseitiger Stärkung in meinem Einflussbereich zu erschaffen? Wie oft lasse ich mich von den Umständen regieren, anstatt andere zu mutigen Schritten zu inspirieren? Wann habe ich das letzte Mal Menschen zusammen gebracht, um gemeinsam Dinge zu schaffen, die einem alleine nie möglich gewesen wären?

120 Grad:

Ich träume von einer Welt, in der Menschen nicht nur dann geachtet werden, wenn bei ihnen alles glattläuft und sie sich auf der Sonnenseite des Lebens befinden.

Wo habe ich bewusst in Menschen investiert, die keine Gegenleistung erbringen konnten? Wann habe ich mutige Schritte aus meiner Komfortzone heraus gemacht, um anderen zu dienen?

180 Grad:

Ich träume von einer Welt, in der Schüler in ihren einzigartigen Talenten gefördert werden und nicht danach beurteilt werden, ob sie irgendeinem Ideal entsprechen.

Welche neuen Konzepte der Bildung kann ich unterstützen? Wer macht bereits Schritte in die richtige Richtung und wie kann ich ihn/ sie dabei unterstützen? Kann ich z.B. durch Coaching jungen Menschen bei der Orientierung im Leben helfen?

240 Grad:

Ich träume von einer Welt, in der Ressourcen wirkungsvoll zum Wohl der Menschen eingesetzt werden und nicht in Projekte gesteckt werden, die niemandem nützen.

Wie gehe ich mit meinen eigenen Ressourcen (Geld, Zeit, Fähigkeiten, Kontakten, …) um? Wo kann ich andere auf Ressourcen-Verschwendung aufmerksam machen?

300 Grad:

Ich träume von einer Welt, in der Manager und Unternehmer bedachte Entscheidungen treffen – mit Zielen, die über ihre eigene Karriereplanung hinausreichen.

Wie viel qualitative Zeit verbringe ich mit Nachdenken? Was verbessert meine Entscheidungsprozesse? Welche Entscheidungen können meine Mitarbeiter treffen, damit ich mehr Freiraum für meine eigenen Entscheidungen bekomme und meine Entscheidungsqualität verbessern kann?

360 Grad:

Ich träume von einer Welt, in der wir verantwortlich denken, bedingungslos lieben und mutig anpacken.

Wie oft habe ich das getan? Wie oft habe ich darin versagt?

ToDo: Um Vergebung bitten, wo möglich in Ordnung bringen, morgen besser machen.

[Tweet „Wer Visionen hat, der sollte alles daran setzen, dass er sie auch lebt.“]

Von einigen meiner eigenen Antworten werde ich Euch bestimmt noch erzählen.

Warum “Plan B“ keine Notlösung ist, sondern das nächsthöhere Level von „Plan A“.

Warum “Plan B“ keine Notlösung ist, sondern das nächsthöhere Level von „Plan A"

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[Tweet „Niemand möchte ein Plan B Leben führen – doch wir alle tun es!“]

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Üblicherweise denken wir über „Plan B“ erst nach, wenn wir mit unserem „Plan A“ gescheitert sind.

Ich, Armin Ruser, möchte dieses Paradigma grundlegend in Frage stellen und finde: Plan B ist die natürliche Weiterentwicklung von Plan A. Denn es scheint in der Natur der Sache zu liegen, dass kaum ein Plan aufgeht. Woran liegt das? Pläne sind Ideenskizzen davon, wie etwas werden könnte. Ein Plan bildet unseren Horizont, unsere Wahrnehmung und unser Wissen zu einem Zeitpunkt Null ab. Indem wir planen, zeichnen wir in gewisser Weise geistig eine Landkarte des „Geländes“, das wir betreten möchten. Doch mit jedem neuen Schritt und jedem neuen Tag machen wir neue Erfahrungen und erweitern unseren Wissensstand. Auch werden wir auf unserem Weg von Faktoren beeinflusst, die wir zum Zeitpunkt des ursprünglichen Plans noch gar nicht kennen konnten. Früher oder später kommen wir also sicher an einen Punkt, an dem wir umdenken müssen, an dem wir einen Plan B schmieden müssen. Wenn wir uns schon im Plan A eine Flexibilität und Offenheit für Plan B wahren, ist Plan B keine Notlösung, sondern eine notwendige und positive Weiterentwicklung von Plan A.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_empty_space height=“32px“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]

Die Vision

Wenn wir nun davon ausgehen, dass Pläne variabel sind und sein müssen, können wir Pläne nicht mehr als Maßstab für uns als Person oder unseren aktuellen Stand heranziehen. Anderenfalls hieße das: wenn unser Plan nicht funktioniert, sind wir gescheitert. Das ist leider eine sehr verbreitete Einstellung in unserer Gesellschaft. Sie führt u.a. auch dazu, dass viele Menschen sich nicht trauen, Neues anzufangen. Sie haben Angst davor, dass Ihr Richtungswechsel als Scheitern angesehen wird. Also brauchen wir eine höhere Komponente, an der wir uns und unsere Pläne messen und ausrichten können – wir brauchen eine Vision. Eine Vision lässt uns, wie so viele langfristig sehr erfolgreiche Unternehmer, einmal mehr aufstehen als hinfallen. Eine Vision kann man nicht nicht erreichen – man kann sie nur noch nicht erreicht haben. Eine Vision lässt uns ein leidenschaftliches Leben führen und begeistert andere Menschen, uns auf dem Weg dorthin zu unterstützen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_empty_space height=“32px“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]

Das Warum

Eine Vision beantwortet die Frage nach unserem Warum: dem Sinn unseres Tuns. Erfolgreiche Unternehmer haben in der Regel ein starkes Warum, dass weit über bloßes Geldverdienen hinausgeht: Sie wollen die Welt zu einem besseren Ort machen. Wenn Menschen ein Problem in ihrem direkten Umfeld oder allgemein auf dieser Welt aktiv gestaltend anpacken und für dessen Lösung die volle Verantwortung übernehmen, dann handeln sie im besten Sinne „unternehmerisch“. Unternehmer sind somit Menschen, die ihre eigenen Möglichkeiten und die ihrer Mitarbeiter zur (besseren) Lösung eines Problems einsetzen.

Wenn Menschen ihr Warum gefunden haben, gibt ihnen das häufig den Mut, neue Unternehmen zu gründen oder als Angestellter die Probleme im aktuellen Job anzusprechen und zu lösen.  Wenn wir wissen, was wir mit unserem Leben bewirken wollen, dann zählen wir keine Arbeitsstunden mehr und werden auch nicht ständig von der Sorge bestimmt, ob in finanzieller Sicht genug für uns herausspringt. Wir geben den Rest unseres Lebens das Beste unseres Lebens. Wer diesen Urantrieb gesucht und für sich definiert hat, wird zwar immer noch  Hindernisse auf seinem Weg antreffen, aber auch immer wieder Wege finden, diese Hindernisse zu überwinden.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_empty_space height=“32px“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]

Der Veränderungsprozess

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Von Natur aus ziehen wir es vor, einmal eingeschlagene Wege möglichst lange beizubehalten. Das macht die Umsetzung eines Plan Bs nicht gerade einfacher. Die höchste Motivation für Veränderung haben wir zu Beginn eines Veränderungsprozesses. Doch dann tauchen die ersten Widerstände auf, die jedoch meist mit guten Argumenten und viel Leidenschaft überwunden werden. Erst in der nächsten Phase wird es wirklich schwierig. Hier scheitern die meisten Veränderungen; denn die Anfangsmotivation schwindet allmählich und der ursprüngliche Grund für die Veränderung steht einem nicht mehr so klar vor Augen. Das größte Problem ist jedoch, dass das Neue noch nicht oder zumindest noch nicht reibungslos funktioniert. Kurz vor dem Ende ist also jeder Veränderungsprozess in größter Gefahr. Wenn Sie jetzt umdrehen, dann haben Sie wahrscheinlich schon 80–90% der Arbeit geleistet, aber noch zu 0% davon profitiert. Um die letzten 20% eines Veränderungsprozesses durchzustehen, brauchen wir deshalb a) eine klare und begeisternde Vision und b) (mindestens) einen Plan, wie wir diese Vision umsetzen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_empty_space height=“32px“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]

Plan C bis Z

Natürlich gilt für Plan B dasselbe wie für Plan A: Auch Plan B ist kein Erfolgs-Garant. Es kann gut sein, dass wir mitten im Plan B merken, dass wir unseren Plan wieder anpassen müssen – ein Plan C muss her. Das liegt aber wie gesagt in der Natur der Sache. Und das Alphabet hat dann immer noch 23 weitere Buchstaben…

Viele weitere Ideen und praktische Unternehmer-Tipps finden Sie in meinem Buch „Plan B – Höchste Zeit für Veränderung„.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Was hat Gerhard Mercator mit einem erfolgreichen Unternehmer gemeinsam?

Gerardus Mercators Google

Ein mittelalterlich aussehender Herr an einem Globus? Wer heute früh schon bei google vorbeigeschaut hat, hat gelernt, dass heute der 503. Geburtstag von Gerhard Mercator ist. Mercator war ein angesehener Kartograph, aber was hat das mit Unternehmertum gemeinsam? Für uns liegt das auf der Hand, nämlich aus drei Gründen:

  1. Detailblick für die Gegebenheiten

Zur Erstellung seiner Karten benötigte der Theologe, Philosoph und Mathematiker einen messerscharfen Detailblick und die richtigen Berechnungen für die örtlichen Gegebenheiten. Er musste jeden Weg, jede Kreuzung und jede Kurve aufnehmen und einzeichnen. Nehmen Sie Sich die Zeit und sehen Sie Sich die Europa-Karte von Mercator an.

Ohne, dass er in einem Hubschrauber über das Gelände fliegen konnte, hat er doch Flusswindungen und Waldstücke ebenso verzeichnet, wie die korrekten Umrissformen der europäischen Länder.

Ein erfolgreicher Unternehmer muss seinen Standpunkt und seine Umgebung ebenso genau einschätzen können, damit er weiß, wo und wie seine Vision im Moment platziert ist und wo er über Grenzen gehen kann. Zur Vereinfachung ist es heute für Führungskräfte möglich, durch Wirtschaftmagazine und Konferenzen wie „Oben ist besser“  einen Überblick zu bekommen, wie die Umrisse seines Unternehmens in die Umrisse des Gesamtmarkts passen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten.

 

  1. Das Ziel im Blick

Die Erstellung einer Karte dient der Aufnahme der Umgebung, und dem Nutzer zur Zieldefinition. Wo will ich hin und wie komme ich dorthin? Mercator hat es Handelsreisenden, Schifffahrern und vielen anderen ermöglicht, dass sie weiter denken als bis zur nächsten Stadt.

Ein erfolgreicher Unternehmer muss bei seinen Planungen und Marketingstrategien auch mindestens drei bis vier Städte, wenn nicht Länder weiterdenken. Bedarf und Nachfrage im Nachbarort und im Nachbarland, das Wahrnehmen und Wissen um kulturelle Anforderungen und Marktbesonderheiten sowie die besten Wege von Ihnen zu Ihrem Kunden dort sind Grundbausteine bei der Erstellung der Vorplanung für die Ausweitung Ihrer Vision.

 

  1. Die Erkenntnis von Weite

Mercator sah sich als wissenschaftlicher Kosmograph, nicht als Kartograph. Das bedeutet, es ging ihm nicht nur um die Erstellung der Karte von Flandern, sondern um seine fünf Globenpaare, die Himmel und Erde darstellen.

Damit hat er den Oligarchen und dem gebildeten Volk im 15. Jahrhundert einen Schritt weiter geholfen zu verstehen, wie groß und vielfältig unsere Erde ist.

Ein Unternehmer braucht diese Erkenntnis auch dringend, damit seine Vision von Ihrer Heimatstadt bis zum Himmel und zurück reichen kann. Vieles ist möglich, wenn Sie mit klarem Blick ihre Details kennen und Ihr Ziel im Auge behalten, und Ihnen bewusst geworden ist, dass Ihrer Idee erst mal keine Grenzen gesetzt sind.